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asianfilmweb • Filme • Back To 1942 (CN 2012) • Empire Of War - Der letzte Widerstand
FILMECN • BACK TO 1942
BACK TO 1942 •

     aka EMPIRE OF WAR - DER LETZTE WIDERSTAND
     CHINA 2012

CAST & CREW
REGIE Feng Xiaogang
DARSTELLERChen Dao Ming, Zhang Han-Yu, Zhang Guo-Li, Adrien Brody, Tim Robbins, Feng Yuan-Zheng, Duan Yi-Hong, Zhang Mo, Wang Zi-Wen, Fan Wei, Xu Fan, Alec Su You-Peng, Luo Yang
PRODUZENTChen Kuo-Fu, Wang Zhong-Lei
SCRIPT/BUCHLiu Zhen-Yun
CHOREOGRAPHIEPark Ju-Chun, Sang Lin
MUSIKZhao Ji-Ping

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
BLURAY Empire Of War

DeutschlandKoch Media • FSK 16 •
 2,35:1 anamorph (HD 1080p)
 deutsch dts-HD 5.1 MA, mandarin/englisch dts-HD 5.1 MA
 deutsch
 Interviews, Original Kinotrailer
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 DVDEmpire Of WarDeutschlandKoch Media 
 BLURAYBack To 1942HongkongCN Entertainment 
 DVDBack To 1942HongkongCN Entertainment 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
145 Minuten

FILMINHALT
1942: Der Zweite Weltkrieg hat auch die Provinz Henan erreicht, die nach einer Missernte mit einer gewaltigen Hungersnot zu kämpfen hat. Lediglich Grossgrundbesitzer wie Meister Fan (Zhang Guo-Li) können sich einen bescheidenen Wohlstand erhalten. Als jedoch Banditen sein Anwesen überfallen, wird er zusammen mit seiner Familie zur Flucht gezwungen. Sie schliessen sich einem Flüchtlingszug an, der in Richtung Louyang zieht und von dem amerikanischen Journalisten Theodore H. White (Adrien Brody) begleitet wird. Während Chiang Kai-Sheks (Chen Dao Ming) Zentralregierung in Chongqing lange Zeit die Augen für das Leid der Flüchtlinge verschliesst, sind diese hilflos dem Hunger, den Gefahren der Natur und der vorrückenden japanischen Armee ausgesetzt.

FILMREZENSION VON MANUEL SAUER
Grosse, staatlich mitfinanzierte Filmepen, die sich vor allem mit der jüngeren chinesischen Geschichte befassen, haben immer einen gewissen Beigeschmack; wird ein differenziertes Bild der Ereignisse geboten, oder beugen Regisseur und Drehbuchautoren sich der kommunistischen Geschichtsschreibung? Auch Feng Xiaogangs Film, der auf Liu Zhen-Yuns Roman "Remembering 1942" basiert, muss sich diesem Vorwurf stellen, bietet die Henan-Katastrophe, ohne Zweifel eine der schlimmsten humanitären Katastrophen Chinas, die zwischen drei und fünf Millionen Todesopfer forderte, doch genug Angriffsfläche gegen Chiang Kai-Shek und seine nationalchinesische Regierung. Statt Hintergründe mit einer gewissen Neutralität zu hinterfragen, bezieht Feng sehr deutlich Position gegen Chiang, gegen seine Truppen, gegen die damalige Regierung und ihre Staatsdiener, die entweder als feige, dumm oder korrupt dargestellt werden, dazu gesellt sich auch immer wieder eine unterschwellige Kritik am Kapitalismus. Dies führt dann auch zu einigen recht absurden Episoden, etwa wenn dem Gouverneur Henans hungerstillende Wunderpillen angeboten werden oder der grosse Generalissimus gegen Ende erstaunt feststellt: "Sie füttern die Hungernden, darauf wäre ich nie gekommen." Diese grotesken Einschübe passen nicht so ganz zu dem ernsten, tragischen Drama, das der Film die meiste Zeit über ist.

Denn abseits dieser Szenen zeichnet Feng ein sehr erschreckendes Bild des Flucht-Alltags, gekennzeichnet von Verlust und Tod. Das Schicksal der Familie Fan ist erschütternd, doch will das Gezeigte nie so richtig bewegen. Setzte Feng bei "Aftershock" noch auf kühnen Kitsch, so schlägt er hier die entgegengesetzte Richtung ein, indem er kühl das Geschehen porträtiert. Leider wird dadurch auch eine Distanz zu den leidlich gelungen charakterisierten Figuren aufgebaut, wodurch das grausame Schicksal der Protagonisten den Zuschauer recht kalt lässt. Dazu tragen auch die immer wieder vorkommenden Orts- und Zeitsprünge bei, die die Tortur der Fans wie ein "Worst Of" wirken lassen.

Immerhin ist all das ansprechend inszeniert. Feng ist ein Meister epischer Bilder und monumentaler Massenszenen und gerade von letzteren bekommt man in "Empire Of War" mehr als genug. Die wenigen, sehr gut inszenierten Actionszenen gehen an die Nieren, sind hart und schonungslos. Dazu ist die Ausstattung überaus gelungen.

Und auch die Darsteller machen ihre Sache ganz gut, allen voran Zhang Guo-Li als, der in "Founding Of A Republic" selbst Chiang Kai-Shek darstellte, als leidgeplagtes Oberhaupt der Familie Fan. Auch Chen Dao ;ing gibt sein Bestes, dem sehr überzeichneten Chiang Kai-Shek wenigstens etwas Profil zu geben. Die Parts der beiden werbeträchtigen Ausländer fallen dagegen gemischt aus: während Adrien Brody in seinen knapp ein Dutzend Szenen recht überzeugend den ideologischen Reporter mimt, wirkt Tim Robbins in seinen beiden Szenen ziemlich lethargisch und gelangweilt. Zudem ist seine Rolle mehr als unnötig.

"Empire Of War" ist wuchtiges Monumental-Kino, das ein besonders tragisches Kapitel der jüngeren chinesischen Geschichte in imposante Bilder packt. Leider verzettelt sich Feng Xiaogang ein wenig, indem er statt grosser Emotionalität den Fokus eher auf eine kritische Abrechnung mit der damaligen Regierung legt und dadurch seine Figuren vernachlässigt. Mit einem kritischen Auge betrachtet, ist der Film als hochbudgetierte Geschichtsstunde aber dennoch sehenswert.



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