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asianfilmweb • Filme • Blue Spring (JP 2001)
FILMEJP • BLUE SPRING
BLUE SPRING

     JAPAN 2001

CAST & CREW
REGIE Toshiaki Toyoda
DARSTELLERRyuhei Matsuda, Hirofumi Arai, Sousuke Takaoka, Yusuke Oshiba, Yuta Yamazaki, Shûgo Oshinari, Takashi Tsukamoto, Eita Nagayama, Onimaru, Kee

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Blue Spring

HongkongWinson Entertainment
 1,85:1 anamorph · japanisch DD5.1 · englische,...

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
83 Minuten

FILMINHALT
Blue Spring erzählt die Geschichte einer Clique von 5 Jugendlichen kurz vor dem Ende ihrer Schulzeit. Es ist eine Geschichte über Männerfreundschaft, Hierarchien, Grenzüberschreitung und Perspektivenlosigkeit. Im Mittelpunkt stehen Kujo und Aoki, die bereits seit ihrer Kindheit befreundet sind. Die Zeit vertreiben sich die Jungs häufig mit einem riskanten Spiel: sie halten sich am Geländer eines Hausdaches fest, klatschen in die Hände und klammern sich wieder an das Geländer. Umso häufiger geklatscht wird, umso mehr erhöht sich das Risiko eines Sturzes in die Tiefe. Als der bisher ungeschlagene Kujo von einem jüngeren Schüler herausgefordert wird, reagiert Aoki über und es kommt zu einem Bruch zwischen den beiden. Während Kujo langsam zur Vernunft kommt, kanalisiert Aoki seinen Frust in roher Gewalt.

FILMREZENSION VON ALEXANDER KOSCHNY
Regisseur und Drehbuchautor Toshiaki Toyoda wurde vor allem durch sein umstrittenes Werk Pornostar bekannt. Blue Spring mag zwar der bessere Film der beiden sein, aber der ganz große Wurf gelingt Toyoda auch diesmal nicht. Dafür hat der Film zu viele offensichtliche Schwächen, die vor allem in der Story liegen. Die Grundidee ist nicht schlecht, doch da Blue Spring gerade mal 83 Minuten lang dauert, wirkt das ganze zu übereilt, dem Film fehlt es an Substanz. Die Schauspieler sind hervorragend, vor allem der stoisch agierende Ryuhei Matsuda, doch auch ihnen ist es nicht möglich ihren Figuren genug Tiefe zu geben. Die Clique wird schnell eingeführt, genauso schnell verschwinden die meisten wieder, ohne dass man wirklichen Bezug zu ihnen aufbauen konnte. Einer der Jungs geht zur Yakuza, der andere sticht seinen Freund aufgrund eines nichtigen Grundes ab, am Ende bleiben Kujo und Aoki übrig, doch auch ihre Freundschaft wird zu wenig herausgearbeitet, der Grund für ihren Streit erscheint trivial. Toyoda bedient sich darüber hinaus etwas abgeschmackten Klischees, wie allzu passiven Lehrern und mit Graffiti verschmierten Gängen. Die Gewalt des Film findet übrigens zumeist Offscreen statt, es wird das Ergebnis der Gewalt gezeigt, nicht aber der Vorgang. Dass Blue Spring dennoch kein schlechter Film ist liegt daran, dass er seine Stärken auf einer anderen Ebene hat. Visuell macht der Film einiges her, nicht weil er schönen Bilderzauber bietet, sondern weil er den Zuschauer mit seiner Tristesse und dichten Atmosphäre gefangen nimmt. Die Bilder werden untermalt von knalligem J-Rock angesagter Bands wie Thee Michelle Gun Elephant. Es sind diese Bilder und die Musik, die mehr als die Geschichte im Gedächtnis haften bleiben. Somit ist Blue Spring recht kompakt, vor allem sehr cool, sehr stylisch, durchaus stimmungsvoll, und in erster Linie an ein jüngeres Publikum gerichtet. Man kann hier nicht unbedingt von einem Sieg des Stils über den Inhalt sprechen, denn der Stil ist hier Inhalt. Dies und nichts anderes scheint Toyodas Intention zu sein, und unter diesem Aspekt funktioniert sein Film, und das nicht einmal schlecht.



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