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asianfilmweb • Filme • Crows Zero II (JP 2009)
FILMEJP • CROWS ZERO II
CROWS ZERO II •

     JAPAN 2009

CAST & CREW
REGIE Takashi Miike
DARSTELLERShun Oguri, Kyôsuke Yabe, Meisa Kuroki, Nobuaki Kaneko, Haruma Miura, Sosuke Takaoka, Takayuki Yamada, Ryohei Abe, Shinnosuke Abe, Gou Ayano, Shunsuke Daitô, Kaname Endô, Ken'ichi Endô, Motoki Fukami, Ryô Hashidume, Hisato Izaki, Yûsuke Izaki, Yusuke Kamiji, Kenta Kiritani, Gorô Kishitani, Yû Koyanagi, Shôichirô Masumoto, Yutaka Matsushige, Kazuki Namioka, Kengo Ôkuchi, Suzunosuke, Tsutomu Takahashi, Tomoya Warabino, Tôru Yamashina
PRODUZENTMataichirô Yamamoto
SCRIPT/BUCHHiroshi Takahashi, Shogo Muto
MUSIKNaoki Otsubo

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
OST Crows Zero II

JapanFor Life Music Entertainment
 19 Tracks
 Komponist: Naoki Otsubo

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
133 Minuten

FILMINHALT
Der Machtkampf zwischen Genji (Shun Oguri) und Serizawa (Takayuki Yamada) an der Suzuran Oberschule ist vorläufig entschieden, doch die beiden hinter den Leadern stehenden Lager sind vom Machtkampf zwischen den beiden charismatischen Führern geschwächt und die Einheit an der Schule gespalten, wie es schlimmer nicht sein könnte. Just in diese Situation wird Kawaishi (Shinnozuke Abe) aus dem Jugendknast entlassen, in den er nach dem Mord am ehemaligen Hosen-Führer Bito verfrachtet worden war. Nach einer ungewollten Kollision mit einer Kleingruppe auf Hosen-Territorium sucht der frisch Haftentlassene verletzt Zuflucht auf Suzuran-Gebiet. Dort sieht ein Teil der jungen Rebellen die große Gefahr, der alte Krieg zwischen den beiden Jugendbanden könnte wieder ausbrechen, wenn man den Hosen-Mitgliedern zu entschlossen entgegen tritt. Doch genau das tut der in seiner Unterstützung stark angeschlagene Leader Genji - und der besonnene Hosen-Anführer Taiga (Nobuaki Kaeko) sieht die große Chance, mit seinen Top-Kämpfern Ryo (Go Ayano) und dem jüngeren Bruder des getöteten Bito (Haruma Miura) endgültig die verhassten Krähen zu besiegen. Während er seine Soldaten formiert und den Gegner ausspioniert und in kleinere Scharmützel verwickelt, brechen die verdeckten Konflikte zwischen den Splittergruppen an der Suzuran erst richtig auf. Der heraufziehende Krieg scheint verloren, bevor er begonnen hat...

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
Spätestens mit der Manga-Verfilmung "Crows Zero" hat sich Arbeitstier und Enfant Terrible Takashi Miike nach großen Erfolgen im Independent-Kino 2007 auch an die Spitze des japanischen Mainstream-Kinos gesetzt. Den kommerziellen Erfolg, der zwar einerseits mit einer (Teil)-Abkehr von früherer Stringenz und Kompromisslosigkeit einher geht, mag man dem fleissigen Regisseur durchaus gönnen, schließlich ist mit kommerziellem Erfolg auch eine größere künstlerische Freiheit bei zukünftigen Projekten gegeben. Die Fortsetzung von "Crows Zero" dürfte ihre Existenz zu einem Gutteil genau diesem Erfolg in den japanischen Kinocharts verdanken. Die Geschichte knüpft beinahe nahtlos an die Geschehnisse aus dem ersten Teil an, auf die auch kein Bezug mehr genommen wird, Dies macht es recht schwer, einen Einstieg in die Geschehnisse zu finden, falls man den ersten Teil des Jugendbanden-Dramas nicht kennt. Betrachtet man "Crows Zero II" zunächst abseits der Handlung als Manga-Verfilmung, so muss man Miike zweifellos ein großes Talent für die Umsetzung bescheinigen. Die versifften, mit Graffitis über und über besprühten Flure der Highschool, die Kostüm-Auswahl, das junge, dynamische Ensemble, das die unterschiedlichen Macho-Samurai-Abkömmlinge mit allerhöchstem Coolness-Faktor in Szene setzt und nicht zuletzt die Umsetzung der vielen Kampfszenen lassen quasi keine Kritik an der handwerklichen Umsetzung als Manga-Verfilmung zu. Höchstens der Schnitt hätte noch etwas geradliniger sein können, einige kleinere Nebenhandlungen (und damit auch Verweise auf den Vorgänger) und Musikeinlagen ziehen den Film etwas in die Länge, ohne dass dies einen angemessenen dramaturgischen Effekt hätte. Ähnlich war dies auch schon beim ersten Teil zu beobachten gewesen. So hätte sich Miike aus erzählerischer Sicht meiner Meinung nach also entscheiden sollen, gewissen Handlungssträngen noch etwas mehr Tiefe zu geben - oder sie gleichen ganz weglassen. Die psychologisch und gruppendynamisch hochinteressanten Vorgänge stehen im recht krassen Gegensatz zur nüchternen Essenz der Handlung: Es geht um Macht, um Durchsetzung mittels Gewalt im Umfeld von zwei Schulen, an denen Lehrer durch Abwesenheit glänzen. Sicherlich sollte man dieses Motiv bei allen Verweisen auf die tatsächlichen Themen des Jugendalters nicht allzu ernst nehmen, denn Miike setzt diesen Rahmen mit seinem ihm eigenen Blick für explodierende und überzeichnete Gewaltexzesse in Szene. Es gibt gnadenlos auf die Ömme, und dass immer wieder und immer öfter. Vor allem die Dramaturgie, die in diesen immer weiter eskalierenden gewaltsamen Auseinandersetzungen liegt und die unaufhaltsam auf einen Showdown hinausläuft, der manche Schlacht in einem Kriegsfilm im Bezug auf die pure Dynamik harmlos aussehen lässt, hat ihren ganz eigenen Reiz. Es sei an dieser Stelle nur eines verraten: Nachdem die beiden Kriegsherren ihre Truppen um die 80 Minuten lang in Stellung gebracht haben, dauert die erwähnte Schlacht annähernd eine halbe Stunde. Die Choreographie macht Spaß, so überzeichnet sie auch sein mag. In Japan hat "Crows Zero II" das durchaus respektable Einspielergebnis des ersten Teils noch um einige Millionen Dollar überflügelt. Ein dritter Teil dürfte also in nicht allzu ferner Zukunft in Produktion gehen - zumal es genügend lose Fäden bei den zahlreichen Charakteren gibt, an die man anknüpfen könnte und worauf nicht nur einmal angespielt wird. Dann wäre wohl vor allem spannend zu sehen, ob Miike es mit seinen Drehbuchautoren schafft, der Geschichte noch etwas mehr psychologische Relevanz über den coolen Look und die coolen Charaktere hinaus zu geben. So unterhaltsam Kloppereien bei lupenreiner Inszenierung auch sein können: Das Jugendalter hätte wohl auch noch anderen interessanten Stoff zu bieten - wobei man bei einer Manga-Verfilmung ja an die Vorlage gebunden ist. So gesehen hoffe ich auf etwas interpretatorischen Mut für den potentiellen dritten Teil.



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