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asianfilmweb • Filme • Eureka (JP 2000)
FILMEJP • EUREKA
EUREKA

     JAPAN 2000

CAST & CREW
REGIE Shinji Aoyama
DARSTELLERKôji Yakusho, Aoi Miyazaki, Masaru Miyazaki, Yoichiro Saito, Ken Mitsuishi, Go Riju, Yutaka Matsushige, Sansei Shiomi, Kimie Shingyoji

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Arthaus Collection - Asiatisches Kino

DeutschlandArthaus10 Discs • FSK 16 •
 10er Digischuber-Box mit den Filmen Chinese Box, Eat...
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 DVDEureka - Arthaus CollectionDeutschlandArthaus 
 DVDEurekaJapanJ-Works 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
217 Minuten

FILMINHALT
"Eines Tages wird sie uns alle fortreißen" - so lautet das Gedankenspiel eines junges Mädchens, das auf das Meer hinausstarrt und eine aufkommende Welle beobachtet. Mit diesem unheilvollen Bild beginnt Shinji Aoyamas fast vierstündiges Epos Eureka. Der Blick richtet sich auf weites, japanisches Land, das in Sepiafarben getaucht ist. Irgendwo außerhalb der Stadt, wo die Tradition noch die Überhand über die Moderne zu haben scheint. Ein Geschwisterpaar befindet sich auf dem Weg zur Schule, plötzlich betritt ein Mann den Bus. Dann ein Schnitt, der Bus steht auf einem Parkplatz, man erkennt eine blutende Hand, ein Mann stürmt aus dem Bus und wird von einem Schuss getroffen. Ohne dramatische Musik, unglaublich ruhig, kommt diese Szene daher. Der Busentführer macht einen freundlichen Eindruck, zusammen mit dem Busfahrer geht er nach draußen, auf den Parkplatz, wo er bereits von der Polizei erwartet wird. Ein Schusswechsel, der Busfahrer Makoto sowie die beiden Geschwister sind die einzigen Überlebenden des Dramas. So schnell der Spuk auch vorbei ist, solange beschäftigt sich der Film mit dem weiteren Verlauf des Lebens der drei Protagonisten. Makoto verschwindet plötzlich und kommt nach 2 Jahren wieder zurück. Niemand weiß was er in dieser Zeit getan hat, die Dorfbewohner begegnen ihm mit Misstrauen, halten aber eine freundliche Fassade aufrecht. Seine Frau hat ihn zwischenzeitlich verlassen und ist zurück in die Stadt gegangen. Beinahe nebensächlich wird der Tod des Vaters der beiden Geschwister gezeigt. Über dies hinaus wurden der Junge und das Mädchen, die seit der Entführung kein Wort mehr sprachen, auch noch von ihrer Mutter verlassen. Verwahrlost bewohnen sie nun alleine ihr Elternhaus. Plötzlich ereignen sich rätselhafte Frauenmorde in dem kleinen Dorf und natürlich gerät Makoto unter Verdacht. "Sie haben die selben Augen wie der Entführer, ich wusste dass wir uns wieder sehen", wirft ihm der Polizeiinspektor vor, und auch seine Familie wendet sich gegen ihn, einzig seine hübsche Nichte vertraut Makoto weiterhin. Eines Tages taucht Makoto vor dem Haus der beiden Geschwister auf und beschließt bei ihnen zu wohnen. Der Cousin der beiden Kinder, ein cooler Student aus Tokyo, wird während der Ferien zu den Kindern geschickt, um sich um sie zu kümmern. Doch auch der lebensfroh wirkende junge Mann hat bereits seine eigenen Erfahrungen mit dem Tod gemacht. Eines Morgens taucht Makoto, der mittlerweile an einer schweren Krankheit leidet, mit einem Kleinbus vor dem Haus der Geschwister auf. Von jenem Parkplatz aus, auf dem sich das Geiseldrama abspielte, beginnt für die vier eine Reise in die Vergangenheit in deren Verlauf ein schreckliches Geheimnis gelüftet wird...

FILMREZENSION VON ALEXANDER KOSCHNY
Eureka ist ein wortkarger, stiller Film. Ein Film der sich auf seine Charaktere konzentriert und in einer unglaublichen Ruhe erzählt wird. Dennoch wirkt der Film nicht langweilig, Aoyama versteht es den Zuschauer in sein eigenes Erzähltempo einzubinden und die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Die Geräuschkulisse und Musik sind in diesem Film beinahe wichtiger als das Gesagte. Eines ist Eureka allerdings sicher nicht, und zwar ein bildkarger Film. Lange Kameraeinstellungen lösen sich mit schnellen Schnitten ab, die eine räumliche und zeitliche Orientierung schwer machen. Die in altmeisterlicher Optik komponierten Bilder sind überwältigend, Aoyama setzt darin von der ersten Sekunde an einen Kontrapunkt der Schönheit gegen den Schmerz, der keinen Ausdruck findet. Eureka grenzt an ein Meisterwerk, ein Psychogramm, ein erschütterndes Drama voller Symbolkraft und Ausdrucksstärke mit vier hervorragenden Hauptdarstellern. Auch wenn einem dieser Film in den ersten Minuten gewöhnungsbedürftig erscheinen sollte, sollte man auf jeden Fall dranbleiben, denn am Ende der 217 Minuten wird man dafür belohnt werden.



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