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asianfilmweb • Filme • Ghost In The Shell (JP 1995)
FILMEJP • GHOST IN THE SHELL
GHOST IN THE SHELL •

     JAPAN 1995

CAST & CREW
REGIE Mamoru Oshii
PRODUZENTMitsuhisa Ishikawa, Ken Iyadomi, Ken Matsumoto, Shigeru Watanabe
SCRIPT/BUCHKazunori Itô, Masamune Shirow
MUSIKKenji Kawai

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
BLURAY Ghost In The Shell 2.0

JapanBandai Visual3 Discs
 1,85:1 anamorph (HD 1080p)
 japanisch Dolby TrueHD 6.1/PCM 2.0
 englisch
 Ghost in the Shell 2.0, Ghost in the Shell Original...

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
82 Minuten

FILMINHALT
2029 sind sowohl Cyborgs als auch Menschen, die ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit mit kybernetischen Implantaten verbessern, Realität. Künstliche Gehirne sind verfügbar, in die virtuelle Erinnerungen eingepflanzt warden können, die der Mensch selbst nicht als solche wahrnimmt. Ein Paradebeispiel für die Leistungsfähigkeit, aber auch die innerliche Zerrissenheit ist Major Motoko Kusanagi. Die Top-Agentin von Sektion 9, einer Elite-Polizei-Abteilung für Cyberkriminalität ist bis auf ihren Geist ein künstliches Wesen und als solches nicht an ihre Hülle gebunden. Bei allen Vorteilen, die das für den Job bringt, hadert sie mit sich selbst: Sie fühlt sich nicht mehr menschlich. Gemeinsam mit ihrem weniger modifizierten Partner Batou ist sie auf der Jagd nach einem gerissenen Cyberkriminellen, der sich in die Gehirne Unschuldiger einhackt und ihnen falsche Erinnerung einpflanzt, um sie dann für Cyber-Verbrechen zu missbrauchen. Genau das macht es so schwer, den "Puppenspieler" zu fassen, er tritt nie selbst, sondern lediglich in Gestalt anderer Personen in Erscheinung. Nach einer langen Jagd gelingt es Sektion 9 scheinbar, den "Puppenspieler" in Gestalt einer blonden Frau gefangen zu nehmen. Als er doch fliehen kann, wird bekannt, dass die Regierung mit involviert zu sein scheint. Die Verschwörung zieht immer weitere Kreise, bis die beiden Protagonisten dem wahren Rätsel auf die Schliche kommen...

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
Die Grenze zwischen Mensch und Maschine verschwimmt in der Zukunft, wenn die Popkultur recht hat. Es ist inzwischen fast 30 Jahre her, zu einer Zeit also, in der Computer und alles was damit zusammenhängt im alltäglichen Leben noch wesentlich weniger präsent waren als heute. Um genauer zu sein, entstand der Film, auf den ich anspiele, 1982. Gemeint ist "Blade Runner", der in einer düster gezeichneten Zukunft existenzielle Fragen nach dem menschlichen Dasein in Koexistenz mit Robotern in Menschengestalt und der Auswirkung dieser Koexistenz auf die Gesellschaft und das "Menschsein" an sich stellte. Was macht den Menschen aus, und was unterscheidet ihn von Maschinen, die äusserlich nicht als solche zu erkennen sind? "Ghost in the Shell" stellt ähnliche Fragen, und das macht an dem Film den besonderen Reiz aus, die existenziellen Fragen, die immer im Hintergrund mitschwingen. Dabei verkrampft sich das Drehbuch nicht in pseudophilosophisches Gewäsch, wie beispielsweise im enttäuschenden letzten Teil der Matrix-Trilogie, für die "Ghost in the Shell" übrigens einflussreiche Inspiration war. Nein, die Balance zwischen den Grundfragen, der hauptsächlich von Dialogen getragenen Handlung und der nie zum Selbstzweck eingesetzten Action ist immer genau richtig. Das ist neben den handgemachten Zeichnungen auch der Hauptunterschied zu den beiden sehr ähnlich angelegten "Appleseed" Filmen, wo die grandiose Action eindeutig im Vordergrund steht. Der Zeichenstil ist realistischer und weniger überzeichnet als bei anderen Anime-Schöpfern, was sich auf die Glaubwürdigkeit der ohnehin tiefgründigen Charaktere absolut positiv auswirkt. Ebenfalls sehr förderlich für die gelungen-dichte Atmosphäre sind immer wieder Sequenzen, in denen nichts für die Handlung relevantes passiert, sondern der Film lediglich von asiatischer Musik untermalt die Science-Fiction-Welt auf den Zuschauer einwirken lässt, ein weiteres typisches Merkmal von Mamoru Oshiis Stil. "Ghost in the Shell" ist tiefgründig wie "Blade Runner", erinnert formal aber auch an "Matrix" und "Appleseed". Wer diese drei Filme mochte, findet sozusagen eine perfekte Symbiose aus deren Qualitäten. Unnötig zu erwähnen, dass "Ghost in the Shell" so neben "Akira" der stilbildendste Anime-Film überhaupt sein dürfte.



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