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asianfilmweb • Filme • The Glamorous Life of Sachiko Hanai (JP 2003)
FILMEJP • THE GLAMOROUS LIFE OF SACHIKO HANAI
THE GLAMOROUS LIFE OF SACHIKO HANAI •

     JAPAN 2003

CAST & CREW
REGIE Mitsuru Meike
DARSTELLEREmi Kuroda, Shinji Kubo, Takeshi Itô, Yukijirô Hotaru, Kyoko Hayami, Kikujirô Honda, Yuichi Ishikawa, Yôta Kawase, Yoshimi Kinuta, Masataka Matsubara, Tetsuaki Matsue, Kanae Mizuhara, Yuji Motoi, Masayoshi Nogami, Mutsuo Yoshioka
PRODUZENTNakato Kinukawa, Kyoichi Masuko, Kazuto Morita
SCRIPT/BUCHTakao Nakano
MUSIKTarô Kishioka

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
 Rezension des Titels vorhanden
DVD INTRO-Edition Asien #8: The Glamorous Life Of...

DeutschlandRapid Eye Movies • FSK kJ •
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 DVDGlamorous Life Of Sachiko HanaiRezension des Titels vorhandenDeutschlandRapid Eye Movies 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
90 Minuten

FILMINHALT
Eine auf Rollenspiele spezialisierte Prostituierte namens Sachiko Hanai gerät direkt nach ihrem letzten Kunden in eine Schiesserei zwischen Geheimdiensten. Dabei wird ihr eine Kugel in den Kopf gejagt, die ganz verblüffende Nebenwirkungen erzielt. Statt zu sterben mutiert Sachiko zu einer Intelligenzbestie mit einem ungesunden Appetit nach Wissen. Ausserdem besitzt sie durch einen dummen Zufall noch den Mittelfinger von George W. Bush, an dem der Nordkoreanische Geheimdienst ein besonderes Interesse hat.

FILMREZENSION VON BENJAMIN BOGNER
"The Glamorous Life of Sachiko Hanai" ist erstmal eines: ein Pink Eiga Film, was er nicht verleugnen kann. Den Zweitling von Mitsuru Meike allerdings nur darauf zu reduzieren wäre nicht angebracht und eigentlich ein bisschen unfair. Ob es sich jedoch um den ultimativen Anti-Bush Sexfilm handelt, der dem Käufer so oft entgegen geschrien wird, muss auch noch herausgefunden werden. Ich denke - wie so oft - wenn man sich auf den Film einlässt steckt da noch einiges mehr dahinter als man zunächst vermutet. Aber der Reihe nach: Mitsuru Meikes Projekt fängt recht gemächlich in einem Hotelzimmer an und steigert sich dann zu einem surrealen Sex-Trip, der am Rand des Universums endet. Dazwischen begegnen dem Zuschauer immer wieder Bilder, die wirklich anders sind. So bekommt die Protagonistin Sachiko eine Botschaft von George W. Bush, sie darf beim vögeln über Noam Chomsky und andere Persönlichkeiten philosophieren und am Ende findet sie einen Bunker, der alle Atomraketen der Welt steuert. So weit, so gut. Sicher, die oberflächliche Botschaft richtet sich gegen den ehemaligen amerikanischen Präsidenten, diese wird auch - leider - mit dem Holzhammer realisiert. Es wird beispielsweise darauf hingewiesen, dass die USA die grösste Militär-Streitmacht und die meisten atomaren Flugkörper besitzt. Ausserdem wird eine Rede von George W. Bush nicht besonders subtil verballhornt. Hier wäre weniger mehr gewesen. Aber wie eingangs erwähnt: es steckt mehr dahinter. Der Film richtet sich auch gezielt gegen die japanische Bildungsmentalität und das Schulsystem. Dies wird dadurch klar, dass Sachiko zwar eine wissensdurstige Intelligenzbestie wird, allerdings keine - oder erst verspätet - Gefühle empfindet. Daraus lässt sich schliessen, dass vor allem junge Japaner funktionieren müssen und keine Gefühle zeigen dürfen, um so später einen Platz in der elitären Gesellschaft zu bekommen. Und am Ende wird noch mal gezeigt, dass es eine schöne Sache sein kann auch mal nichts zu Wissen. Eine weitere Sache ist der, oft auch unfreiwillige, Humor, welcher aber nicht immer richtig zündet, da er genau im falschen Moment angebracht wird. Die Schauspieler erfüllen für einen Pink Film ihren Zweck. Die Hauptdarstellerin Emi Kuroda kann als Sachiko durchaus überzeugen, aber das liegt auch daran, dass sie nicht viel tun muss ausser vielleicht gut auszusehen und glaubwürdig zu stöhnen. Die Männer sind alle durch die Bank weg Freaks und unsympathische Menschen. Vielleicht war das auch so beabsichtigt, aber das ist durchaus ein Problem, da man sich nicht mit ihnen identifizieren will. Alles in allem bleibt man etwas ratlos zurück. Auf der einen Seite weiss der Film durch seine skurrilen Momente zu überzeugen, auf der anderen Seite steht die mit dem Holzhammer eingedreschte Anti-Bush Propaganda. Und davon gab es ja während seiner Amtszeit und auch danach viele weitere und oftmals besser umgesetzte Filmbeispiele. Dann wäre da noch die Kritik am japanischen Schulsystem. Ob das so beabsichtig war kann man nicht sagen, eine Schuldzuweisung in der Richtung ist jedoch definitiv da. "The Glamorous Life of Sachiko Hanai" ist definitiv einen Blick wert, ob man sich dabei jedoch in den glamourösen Lebenstil der Tokioter Nutte verliebt, bleibt offen.



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