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asianfilmweb • Filme • The Handmaiden (KR 2016) • Die Taschendiebin
FILMEKR • THE HANDMAIDEN
THE HANDMAIDEN •

     aka DIE TASCHENDIEBIN
     KOREA 2016

CAST & CREW
REGIE Park Chan-Wook
DARSTELLERKim Min-Hee, Kim Tae-Ri, Ha Jung-Woo, Jo Jin-Woong, Kim Hae-Suk, Moon So-Ri, Lee Dong-Hwi, Lee Yong-Nyeo, Han Ha-Na, Lee Kyu-Jung, Ha Si-Yeon, Kim Eun-Yeong, Jeong Ha-Dam, Kim Si-Eun, Rina Takagi, Yoo Min-Chae
PRODUZENTSyd Lim, Park Chan-Wook
SCRIPT/BUCHPark Chan-Wook, Jeong Seo-Kyeong, Sarah Waters
MUSIKJo Yeong-Wook

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
 Rezension des Titels vorhanden
BLURAY Die Taschendiebin

DeutschlandKoch Media • FSK 16 •
 2,35:1 anamorph (HD 1080p)
 deutsch dts-HD 5.1 MA, koreanisch/japanisch dts-HD 5.1 MA
 deutsch
 Making of (ca. 5 Minuten), Cannes Premiere (ca. 2...
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 BLURAYDie Taschendiebin - Blu-ray...DeutschlandKoch Media 
 DVDDie TaschendiebinDeutschlandKoch Media 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
144 Minuten

FILMINHALT
Korea in den 1930er Jahren. Die schöne, aber unnahbare Lady Hideko lebt mit ihrem dominanten Onkel Kouzuki und ihrem ererbten Vermögen in einem abgelegenen Anwesen, dessen Herzstück eine hingebungsvoll gepflegte und bewachte Bibliothek ist. Kouzuki sammelt und verkauft Bücher voll schonungsloser Erotik, die Hideko zahlungskräftigen Herren vorlesen muss, um so den Preis der Bücher in die Höhe zu treiben. Eines Tages kommt ein neues Dienstmädchen, die junge und naive Sookee, ins Haus von Lady Hideko. Doch das Mädchen hat ein Geheimnis: Sookee ist eine Taschendiebin und Betrügerin, engagiert, um Hideko dem gerissenen Grafen Fujiwara in die Hände zu spielen, der sie nach der Hochzeit um ihr Vermögen bringen will. Doch zwischen den beiden jungen Frauen entwickelt sich etwas Unerwartetes: ein ganz eigenes Begehren, eine ungeahnte Zuneigung, die die Karten der Macht neu verteilt.

FILMREZENSION VON JAN-CHRISTOPH MüLLER
Park Chan-Wook ist nach seinem Kurzausflug nach Hollywood mit "Stoker" (2013) zurück in Korea. Und wie bereits mit seinem 2009er Film "Thirst", der lose auf Émile Zolas Roman "Thérèse Raquin" aus dem Jahre 1867 basierte, wagt er sich nun erneut an die Verfilmung eines westlichen literarischen Werks. Diesmal ist er mit "Fingersmith" (2002) der walisischen Schriftstellerin Sarah Waters allerdings weitaus zeitgenössischer unterwegs. Im Gegensatz zur Originalgeschichte, die im viktorianischen England angesiedelt ist, spielt sein neuester Film "The Handmaiden" bzw. auf Deutsch ?Die Taschendiebin? jedoch im Korea der 1930er Jahre unter japanischer Besatzung.

Doch ist es weniger die makropolitische Ebene, in welcher der Konflikt zwischen den Staaten Korea und Japan ausgetragen wird, sondern vielmehr mikropolitische Aspekte, d. h. diejenigen im gesellschaftlichen Zusammenleben, denen sich Park Chan-Wook widmet, indem er im Anwesen von Lady Hideko und Onkel Kouzuki gerade den Klassenunterschieden zwischen japanischem Adel und koreanischem Dienstpersonal verstärkt nachgeht. Der jungen Sookee, grandios gespielt von der Newcomerin Kim Tae-ri, gelingt es im Laufe des Films immer mehr, das vermeintliche Vertrauen von Hideko zu gewinnen und sie in ihrem Sinne zu manipulieren. Oder etwa doch nicht?

Park Chan-Wook schafft es mit seinem neuesten Film nahezu perfekt, eine Geschichte voller Intrigen und Wendungen zu spannen, die mindestens eben solche Aha-Momente aufweist, wie es bereits Parks Durchbruchwerk "Oldboy" (2003) vermochte. Man könnte sogar so weit gehen und "The Handmaiden" als Parks bisher rundesten Film bezeichnen, denn Schwächen sind so gut wie nicht auszumachen. Neben einem grandiosen Cast stimmt einfach das Drehbuch und die Detailversessenheit in Maske und Bühnenbild. Man fühlt sich unweigerlich in eine andere Epoche zurückversetzt und die Geschichte wird trotz der vielen Wendungen und Richtungswechsel stets stringent und nachvollziehbar erzählt. Besonders interessant sind die vielen Versatzstücke aus den unterschiedlichsten Genres, derer sich Park bedient. Sein opulent ausgestattetes Kostümdrama ist gleichzeitig reich an erotischen Szenen, die man in dieser Intensität eher nicht erwartet, und gerade im späteren Verlauf nichts für Zartbesaitete, denn die Konklusion ist wie ein Schlag in die Magengrube.

Alles in allem sei der Film all jenen empfohlen, die Interesse an innovativem Kino ohne Rücksicht auf Verluste haben und einen Filmemacher auf dem absoluten Höhepunkt seines Schaffens erleben wollen.



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