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asianfilmweb • Filme • Heaven's Door (JP 2008)
FILMEJP • HEAVEN'S DOOR
HEAVEN'S DOOR •

     JAPAN 2008

CAST & CREW
REGIE Michael Arias
DARSTELLERTomoya Nagase, Mayuko Fukuda, Keishi Nagatsuka, Koji Okura, Toshihiro Wada, Masaya Kikawada, Min Tanaka, Tomokazu Miura, Tasuko Emoto, Mansaku Fuwa, Kunihiko Ida
PRODUZENTMitsuru Uda
SCRIPT/BUCHMika Omori, Til Schweiger, Thomas Jahn
MUSIKPlaid

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
BLURAY Heaven's Door

JapanPony Canyon2 Discs
 anamorph (HD 1080p)
 japanisch LPCM 5.1/Dolby TrueHD 5.1
 englisch, japanisch
 Audio Commentary from Tomoya Nagase & Michael Arias,...
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 DVDHeaven's DoorJapanPony Canyon 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
106 Minuten

FILMINHALT
Masato (Tomoya Nagase) ist ein 28-jähriger Loser, der zwischen Pinup-Postern und seiner verranzten Junggesellenbude davon träumt, ein Rockstar zu werden. Die Realität ist freilich weit davon entfernt: Seinen Job in einer Autowerkstatt verrichtet er ohne Ziel und Leidenschaft. Kein Wunder, dass sein Chef den chronischen Drückeberger schließlich auf die Straße stellt. Von einer unerwarteten Schmerzattacke im Kopf überwältigt, lässt er sich kurz nach dem vermeintlichen Tiefpunkt im Krankenhaus durchchecken - und erhält die niederschmetternde Diagnose, dass er wegen einem tennisballgroßen Gehirntumor nur noch wenige Tage zu leben hat. Auf der Krebsstation lernt er die 14-jährige Harumi (Mayuko Fukuda) kennen, die schon ihr halbes Leben im Krankenhaus verbringt und von sich von ihrer ängstlichen Mutter gegängelt fühlt. Harumi hat ebenfalls Krebs und dadurch eine für ihr Alter erstaunliche Weitsicht und Reife erworben. Nach einem nächtlichen Tequila-Exzess in der Krankenhausküche beschließen die beiden, einen letzten Ausflug zu machen - zum Meer, das Harumi noch nie gesehen hat. Nach einem Tankstellenraub ist ihnen die Polizei mit der falschen Vermutung auf den Fersen, Masato hätte Harumi gekidnappt. Doch das ist nicht die einzige Sorge der beiden: Im gestohlenen Sportwagen, befindet sich eine Kiste mit Geld. Und der Besitzer, ein windiger Geschäftsmann, ist "not amused" und setzt seine beiden Handlanger auf die Krankenhausflüchtlinge an...

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
Wem der Filmtitel oder die Handlung irgendwie seltsam vertraut vorkommt: "Heaven's Door" ist ein Remake des deutschen Roadmovies "Knocking on Heaven's Door" von und mit Til Schweiger. Gespannt und aufgeregt sei er, seine Neuverfilmung einem deutschen Publikum zu präsentieren, sagte der anwesende Regisseur Michael Arias (Tekkon Kinkreet) bei der Deutschlandpremiere auf der Nippon Connection.

Bei einem Remake ist das immer so eine Sache: Egal, wie man sich müht sich davon freizumachen, man vergleicht natürlich die Filme, selbst wenn es vielleicht kein bewusster, willentlicher Vorgang ist. Und wahrscheinlich ist es dann auch so, dass das Original immer einen gewissen Vorteil genießt, vor allem, wenn jener Film gefallen hat. Michael Arias und seiner Drehbuchautorin Mika Omori gebührt zunächst viel Respekt in diesem Sinne. Nicht nur bei der Adaption des Drehbuchs spürt man eine gewisse Ehrerbietung, die sich nicht zuletzt in der strengen Orientierung an den Originalszenen ausdrücken dürfte. Dennoch hat sich Arias auch nicht gescheut, dem Film darüber hinaus mit seiner Interpretation etwas überaus "Eigenes" zu geben. Vor allem bei der Optik, der Kinematographie, der Ausstattung und den Kostümen spürt man Arias' Herkunft vom Animations- und Trickfilm, und das ist durchaus als Kompliment gemeint. Kühle, teils grelle blaue und grüne Töne bei der Farbgebung, sein ästhetisches Gespür bei Kostümen und Requisiten - hier überragt meiner Meinung nach das Remake das Original bei weitem. Allgemein hat Arias? Interpretation einen kühleren/düstereren Touch, auch bei der Entwicklung der verschiedenen Handlungsstränge und den Emotionen, die diese vermitteln. Und das, wo sich die Drehbücher bei den dramatischen Elementen der Handlung sehr ähneln. Arias' erreicht das vor allem über die "Wegnahme" der komischen Elemente des Originals. Seine Charaktere sind nicht so parodistisch überzeichnet wie beispielsweise der unvergessliche Moritz Bleibtreu als Gangster Abdul im schwarzen Anzug und Artikulationsproblemen. Arias' Pendant geht zwar auch als unbeholfener Yakuza-Lehrling durch, aber statt Amüsement vermittelt er eher Mitleid, auch wenn beispielsweise die übersteigerte Gesichtsmimik durchaus erahnen lassen, dass Arias auch hier sehr gut hingesehen hat, aber sich trotzdem für eine zurückhaltendere Interpretation entschied. Für mich persönlich hatten diese komischen Elemente die tragische Handlung des Originals angenehm aufgelockert und da dieser Effekt bei Arias' Remake nahezu wegfällt, ist es logisch, dass die gesamte Stimmung des Films eine andere ist. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum mir das inzwischen 13 Jahre alte Original besser gefallen hat. Zwei gleichaltrige Männer, wenn auch völlig unterschiedlichen Charakters und Herkunft, funktionieren für mich besser als eine 14- und ein 28-jährige. Die Neuinterpretation, sowohl inhaltlich aber auch formal und emotional, hat Arias nichts desto trotz einwandfrei und konsequent umgesetzt, dafür gebührt ihm keine Kritik, sondern großes Lob zum Mut. Womöglich hätte mir ein Film dieser Machart deutlich besser gefallen, wären da nicht die Parallelen bis in Details hinein. Womit wir wieder bei meiner Aussage vom Anfang wären: Man vergleicht immer Original und Remake. Welches dann besser gefällt, ist bei allen Vergleichen dann letztlich pure Geschmackssache.



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