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asianfilmweb • Filme • I Corrupt All Cops (HK 2009)
FILMEHK • I CORRUPT ALL COPS
I CORRUPT ALL COPS •

     HONG KONG 2009

CAST & CREW
REGIE Wong Jing
DARSTELLEREason Chan, Tony Leung Ka-Fai, Anthony Wong, Fong Lik-Sun, Liu Yang, Natalie Meng Yao, Kate Tsui, Bowie Lam, Wong Jing, Sammuel Leung, Paw Hee-Ching, Wang Tian-Lin, Simon Watkiss
PRODUZENTWong Jing
SCRIPT/BUCHWong Jing
CHOREOGRAPHIEMars, Adam Chan Chung-Tai
MUSIKRaymond Wong Ying-Wah

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD I Corrupt All Cops

HongkongMy Way Films
 anamorph
 kantonesisch dts/DD 5.1, mandarin DD 5.1
 englisch, chinesisch
 Trailers, Making Of, Deleted Scenes

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
113 Minuten

FILMINHALT
Hong Kong Anfang der 70er Jahre. Gut und Böse sind schwer auseinander zu kennen, wenn Detective Unicorn (Anthony Wong), um die Rate an gelösten Verbrechen anzuheben, mal wieder einfache Leute von der Straße misshandelt und in Geständnisse zwingt. Das gesamte Hongkonger Justizsystem ist schrecklich korrupt. Damit Chefinspektor Lak Chui (Tony Leung) auch weiterhin die Augen zudrückt, oder ein Gebiet nicht an den höher bietenden Triadenboss verkauft, fließen reichlich Gelder ? zumeist über Mittelsmann Gold (Wong Jing), der sich seinen Namen wirklich verdient hat. Auch Gale (Eason Chan), Lak?s rechte Hand, drückt wohlwollend die Augen zu. Um Lak und Gold aus der Patsche zu helfen, hat er noch jeden ihrer Seitensprünge geheiratet und damit neben mittlerweile 9 Ehefrauen auch einen Haufen Häuser und Beförderungen geschenkt bekommen. Schließlich schlägt die Korruption jedoch zu große Wellen und Großbritannien ordert die Schaffung einer Anti-Korruptions-Einheit in ihrer Kronkolonie. Inspektor Yin (Bowie Lam) führt die ICAC, der auch bald Bong (Alex Fong) und Unicorn angehören - die beide eine Rechnung mit Lak zu begleichen haben.

FILMREZENSION VON RICHARD REICHER
Wong Jings Werk ist womöglich seine ambitionierteste und damit interessanteste Arbeit seit Langem - jedoch auch ein ziemlich zweischneidiges Schwert. Denn während die schier unfassbare Schauspielerriege in ihren Rollen zu glänzen weiß, wirkt das Drumherum oft reichlich uninspiriert. Zwar gäben Stoff und Drehbuch genug für ein kleines Epos her, doch Wongs oft nicht wirklich zielgerichtete, lose Regie, lassen das Ganze vor allem im Mittelteil wie zu einem mittelprächtigen TV-Film verkommen. So geschieht es auch, dass man den Film an manchen Stellen nicht mehr gänzlich ernst nehmen kann - Beispiele dafür wären eine Schießerei, die man bis zum Schluss, nicht wirklich in die Story einzuordnen weiß, eine schrecklich überzeichnete Gangsterbraut, deren Interaktion mit Gales 9 Ehefrauen für besondere Unglaubwürdigkeit und Kopfschütteln sorgt und nicht zuletzt die Tatsache dass dieser überhaupt 9 Ehefrauen hat. Eason Chans Figur leidet jedoch stark unter dieser Konstellation und seine Darstellung ist derart ehrlich, dass sie sogar Mitleid mit ihm und ein gewisses Schmunzeln erzeugt. Überhaupt bemerkenswert ist, wie viel Platz man angesichts des doch sehr ernsten Themas für humoristische Elemente gefunden hat. Der schwerfällige Tony Leung als "Egobomber" auf dem Fußballplatz etwa ist ein Genuss anzusehen, ebenso wie der von Anthony Wong mit Bravour verkörperte Unicorn für einiges an Erheiterung sorgt, da er offenbar keinen Satz ohne Fluchen oder nervöses Zucken im Gesicht zu Ende bringen kann. Neben Wong besonders hervorzuheben wäre der zuvor genannte Eason Chan, der überhaupt lange die einzige Identifikationsmöglichkeit für den Zuschauer bietet. Darüber hinaus dürfen wir Wong Jing selbst in einer ihm wohl auf den Leib geschriebenen Rolle, als gewichtigen und schmierigen Geldgeber bewundern. Tony Leung ist einmal mehr der Teufel auf Erden. Seine diabolische Darbietung als Polizeichef ist fast noch eine Steigerung zu Big D in Election und in meinen Augen doch etwas überzeichnet. Und trotz der überwiegend hervorragenden Schauspielleistungen, fehlt es gänzlich an Spannung. Ein wenig Inszenierung wäre wirklich wünschenswert gewesen. Doch dass es Wong nicht versucht kann man ihm nicht einmal vorwerfen, er kann es offenbar einfach nicht. Durchweg (oft knall-)bunte Bilder sind darüber hinaus vielleicht auch die falsche Wahl, wenn man eine Geschichte über Korruption und ihre oft blutigen Folgen erzählt. Ein etwas düsteres Setting wäre wohl passender gewesen. Nicht zu erwähnen, das 70er-Feeling, mal abgesehen von einem Mini-Bruce-Lee-Moment, auch erst gar nicht aufkommen will, da sowohl Sets als auch Gewand genauso gut ins neue Jahrtausend passen. Wie dem auch sei, für lange Zeit sind es eben die Schauspieler alleine, die diesen Film, während er so durch die erste Hälfte seiner Lauflänge plätschert, interessant machen. An Fahrt nimmt der Film erst wirklich mit der Schaffung der Anti-Korruptions-Einheit ICAC auf - endlich observiert man die kriminellen Machenschaften der bösen Jungs nicht nur mehr, sondern darf sie unter Stress endlich ihr wahres Gesicht zeigen lassen. Dass Alex Fongs Figur Bong seinem ehemaligen Peiniger Unicorn - so scheint es - willenlos gehorcht ohne ihn auch nur einmal in Frage zu stellen ist allerdings eine weitere vergebene Chance. Doch davon abgesehen, weiß die Geschichte nun endlich zu überzeugen und man stört sich nicht weiter an der minimalen Regie. Endlich bewegt sich der Film in eine Richtung! Kritikpunkt hier muss jedoch sein, dass einmal mehr alles zu schemenhaft abläuft - zu schnell und einfach, scheint es, das korrupte Netzwerk untergraben. Dafür hätte man sich mehr Zeit nehmen müssen. Das Finale ist dann jedoch erstaunlich furios und stark. Schade dass ICAC diese Spannung erst in seinen letzten Spielminuten aufbaut. Was bleibt ist ein ob seiner unglaublichen Schauspielerriege interessanter Film, der jedoch aufgrund uninspirierter Regie und viel verschenktem Potential nicht aus dem Mittelmaß kommt und so nur bedingt empfehlenswert ist.



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