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asianfilmweb • Filme • Kidnap (HK 2007)
FILMEHK • KIDNAP
KIDNAP

     HONG KONG 2007

CAST & CREW
REGIE Law Chi-Leung
DARSTELLERKarena Lam, Rene Liu, Julian Cheung Chi-Lam, Cheung Siu-Fai, Guo Tao, Ella Koon, Chan Sze-Wai, Xiao Bao, Jam Cheng Ka-Chun, Tam Chun-Ho, Alexander Chan Mong-Wa , Kwok Man-Lok
PRODUZENTStanley Tong, Cheung Chi-Kwong, Yue Xiao-Mei
SCRIPT/BUCHMatthew Tang, Cheung Chi-Kwong
CHOREOGRAPHIEJack Wong Wai-Leung
MUSIKTommy Wai

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Kidnap

HongkongDeltamac
 1,85:1 anamorph
 kantonesisch dts-es/DD 5.1 EX, mandarin DD 2.0
 englisch, chinesisch
 Making Of, Music Video

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
101 Minuten

FILMINHALT
Vor drei Jahren verlor Lam Hiu Yeung (Karena Lam) ihren Bruder, der entführt und getötet wurde. Bearbeitet wurde der Fall damals von der Inspektorin Ho Yuen Chun (Rene Liu) und ihrem Team. Nun bricht das Schicksal abermals über die Schauspiellehrerin herein, ihr Ehemann erkrankt schwer und nur eine teuere Therapie in der Schweiz kann ihn noch retten. Verzweifelt beschließt sie den kleinen Sohn eines reichen Geschäftsmannes zu entführen, auf dessen Haus sie vom Krankenzimmer ihres Mannes aus blicken kann. Alles scheint nach Plan zu verlaufen, als sich herausstellt, dass ihre beiden Gehilfen den falschen Jungen entführt haben, nämlich den Sohn der Inspektorin. War die Entführerin der Polizei bisher immer einen Schritt voraus, gerät nun alles außer Kontrolle: Die Entführung selbst als auch die Menschen, die durch das Verbrechen miteinander verbunden sind.

FILMREZENSION VON MICHAEL FROST
Der Film beginnt mit einer Rückblende und der Entführung von Lams Bruder, die mich irgendwie ein bisschen an die Hongkong-Actionfilme der 80er und 90er-Jahre erinnert hat. Man ist total verwirrt, weil man nicht ganz versteht, um was es genau geht, alles ist etwas überspektakulär und sehr konstruierte Zusammenhänge (Das gute alte Seil, das im letzten Moment auch noch den Entführer in die Tiefe reißt) führen zu einem dramatischen Ende. Dann beginnt der eigentliche Fall und wir erkennen, dass Lam und ihr mittlerweile schwerkranker Ehemann sich mit dem Polizisten Chi (Cheung Siu-Fai) angefreundet haben, was später noch zu Verwicklungen führen wird. Dieser ist Teil des Teams um Inspektorin Ho, die von allen nur respektvoll Madam genannt wird. Weitere Rollen spielen der Geschäftsmann Wang (Guo Tao) und Hos Ex-Mann (Julian Cheung). Tatsächlich sind alle diese Rollen zwar irgendwie stärker oder schwächer in die Handlung involviert, aber eben doch nur Nebenrollen, da der gesamte Film von aller Dramatik her auf das Katz-und-Maus-Spiel zwischen den beiden Frauen zugeschnitten ist, die diesen Film tragen. Und - das vorweg - sie können es, sowohl Karena Lam als auch Rene Liu überzeugen in ihren Rollen. Beide spielen ihre Charaktere grenzwertig, soll heißen, als für beide der Zeitpunkt kommt, an dem alles außer Kontrolle gerät, wissen wir nicht, wohin sie sich bewegen. Daraus schöpft der Film seine Kraft und seine Spannung und er ist - zumindest in der ersten Hälfte der Entführung - schön schnell. Überhaupt ist es Law Chi-Leung (Double Tap, Karma) gelungen "Kidnap" ein internationales Flair zu verpassen, ohne seine asiatischen Wurzeln zu verleugnen. Nachdem klar wird, dass der falsche Junge entführt wurde, verlagert sich allerdings der Schwerpunkt der Geschichte etwas in den Bereich des Dramas. Hos gescheiterte Ehe und das erneute Annähern der beiden Elternteile in der Sorge um ihren Sohn nimmt nun mehr Platz ein. Auch die - schon zuvor genanten - mentalen Veränderungen der beiden starken Frauen sind nachvollziehbar und gut in Szene gesetzt. Der Film nimmt sich in diesem Stadium Zeit für seine Hauptdarstellerinnen und die Zwickmühle, in der sich die beiden Frauen befinden, wird weiter zugespitzt. Alles gipfelt in der Frage: Wie viel Wert billigt man (oder frau) einem anderen menschlichen Leben zu, wenn es um das Leben eines geliebten Menschen geht? Die beiden Frauen diskutieren diese moralische Frage nicht, sondern sie agieren - getrieben, instinktiv. Gerade Karena Lams Charakter treibt dies auf die Spitze, indem sie kein Ende anerkennen kann, sie ist völlig kontrolliert außer Kontrolle. Letzten Endes zeigt der Film Menschen, die etwas gutes wollen, aber böses tun. Ein Paradox, das uns Menschen beschäftigt, seit es uns gibt, und dass in etlichen Klassikern beschrieben und verfilmt wurde. Jetzt aber Schluss mit den philosophischen Betrachtungen, zum Ende hinnimmt "Kidnap" nämlich wieder an Tempo auf und endet... in einem miesen Happyend. Hier müssen wir die schwächsten Minuten des Films ertragen. Dieses Ende ist dermaßen schlecht gemacht (der brutal verhunzt-animierte Auto-Stunt) und kitschig (der kleine Roboter, der Ho zur ihrem verloren geglaubten Sohn führt), dass es nur noch ärgerlich ist. Natürlich will man, dass der kleine Junge gerettet wird, aber doch nicht auf so eine billige Art und Weise. Das zieht den ganzen Film runter, den ich ansonsten empfehlen möchte, da er zu den besseren Thrillern dieses Jahres aus Hong Kong gehört (was aber auch keine wirklich große Kunst ist).



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