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asianfilmweb • Filme • Like A Dragon (JP 2007)
FILMEJPLIKE A DRAGON
LIKE A DRAGON •

     JAPAN 2007

CAST & CREW
REGIE Takashi Miike
DARSTELLERKazuki Kitamura, Goro Kishitani, YosiYosi Arakawa, Saeko, Shun Shioya, Sho Aikawa, Kenichi Endo, Yoo Gong, Haruhiko Katô, Kuroudo Maki, Yutaka Matsushige, Natsuo, Sansei Shiomi, Tomorowo Taguchi, Saki Takaoka
PRODUZENTToshihiro Nagoshi, Munehiro Umamura
SCRIPT/BUCHSeiji Togawa

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
105 Minuten

USER-REZENSIONEN INSGESAMT: 1 • EIGENE REZENSION ERSTELLEN
USER-REZENSIONEN

Hab das Review Anfang 2009 verfasst:

Die Presse nennt ihn manchmal den "Tarantino" Japans, seine Filme erinnern oft an Arthousefilme, sind purer Trash, bedienen den Mainstream oder sind etwas vollkommen Anderes. Man weiß eigentlich nie was man bei ihm serviert bekommt. Doch eines ist ganz sicher: Der Mann versteht sein Handwerk besser als so manch ein Hollywood- Regisseur. Die Rede ist natürlich von Takashi Miike.
Aber hier soll es nicht um ihn gehen, sondern um seine erste Spielverfilmung: und zwar um "Like a Dragon".

"Like a Dragon" ist Herbst letzten Jahres in Deutschland auf DVD erschienen, basiert auf dem PS2 Spiel "Yakuza" und auch diese Verfilmung spaltet die Gemüter beider Welten. Da sind die Gamer, die am Weinen sind, dass die Charaktere zu oberflächlich gehalten wurden oder ganz verschwanden. Und dann verursacht die lückenhafte und unausgereifte Story bei den Fans noch zusätzliche Heulkrämpfe! Diesmal sind sie jedoch nicht alleine... sie klammern sich an ihre Filmfreunde.
Die Filmfans jammern nämlich auch! Man kann die Story nicht nachvollziehen (wenn man das Spiel nicht gespielt hat), da die Grundstory auf dem Spiel aufbaut und diese wie schon erwähnt zu viel beschnitten wurde. Außerdem erfährt man nichts über die Hintergründe der Personen und das große "wieso" bleibt auch unbeantwortet...
Aber natürlich sind nicht alle traurig, denn das andere Ufer schmeißt ’ne Riesenparty mit einer Menge LSD und noch mehr Alkohol. Der Film ist bunt, abgefahren und macht eine Menge Spaß und so manch ein Gamer, der nicht ganz so auf 1 zu 1 Umsetzungen aus ist, feiert ordentlich mit. Das Beste scheint zu sein, dass sie einfach alle zum mitfeiern eingeladen haben. Nur manch einer geht eben weg... zum Weinen. Dazwischen gibt es dann nicht viel. Die sehr kleinen "war scheiße" und "unschlüssig"- Fraktionen tauchen nur selten bis gar nicht auf.

Ist der Film nun Top oder Flop, Hit oder Shit, kalt oder heiß, gefleckt oder gepunktet? Um das herauszufinden werfen wir am besten erstmal einen Blick auf die Story.

Kiriyuu Kazuma ist Yakuza und kommt nach 10 Jahren im Gefängnis wieder frei, doch seine Entlassung hätte zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt kommen können. In Tokyo herrscht gerade eine Hitzewelle, irgendwie sind irgendwem 10 Milliarden Yen abhanden gekommen und außerdem scheint es so als ob irgendwer aus irgendwelchen Gründen ihm nach dem Leben trachtet, was allerdings nur am Anfang einmal kurz angeschnitten wird. Vielmehr liegt das Hauptaugenmerk auf Goro Majima. Dieser ist allem Anschein nach nicht sehr gut auf Kiriyuu zu sprechen und geht auf die Suche nach ihm. Beim Zusammentreffen mit Kiriyuu gibt es immer wieder mal was auf die Mütze und auch diverse andere „Wegblockierer“ werden auf Goros Suche relativ direkt beseitigt.
Im Endeffekt interessiert das Kiriyuu alles nicht, er will nur die Mutter des kleinen Mädchens, das ihn begleitet, finden.

Währenddessen werden im Film noch ein paar andere Geschichtsstränge geflochten. Da ist das junge Pärchen, dass sich aus für den Zuschauer zunächst unschlüssigen Gründen auf einen Raubzug durch die Stadt macht.
In einer Bank sind zwei Räuber ohne Beute, da in besagter Bank die meisten Geldreserven von der Hauptzentrale eingezogen wurden. Irgendjemand hat dort wohl 10 Milliarden Yen abgehoben.
Außerdem taucht noch der koreanische Auftragsmörder Park auf. Er soll dieses gewisse Individuum, das den „Gelddeal“ durchgezogen hat, „beseitigen“ und kann außerdem hervorragende Cocktails mixen.
Diese Geschichten kreuzen sich nach einer Zeit an verschiedenen Stellen, doch funktionieren sie auch alleine gestellt ganz gut.

Ganz ehrlich, viel mehr als hier geschrieben erfährt man während des Films nicht über die Charaktere und jeder, der das Spiel kennt, ist dadurch im Vorteil. Wirklich schlecht steht man ohne Vorkenntnis trotzdem nicht da, denn im Grunde ist es vollkommen egal, woher oder wer diese ganzen Personen sind. Die groben Charakterzüge sind für den Film absolut ausreichend, denn offensichtlich ist sein Ziel zu unterhalten und das schafft er fast durchgehend. Nur selten wird ein etwas ernsterer oder nachdenklicher Ton angeschlagen, der dem Fluss des Filmes eher schadet als hilft. Der sehr japanische Humor und das beabsichtigte Overacting mancher Darsteller harmoniert mit solchen Momenten einfach nicht.

Gute Laune verursachen aber nicht nur die sehr guten Schauspieler und die abgefahrene Story, sondern auch die Bilder die sehr stark auf den Zuschauer wirken. So wirkt der Film insgesamt sehr farbenfroh, obwohl die komplette Geschichte in einer Nacht stattfindet. Gamer erkennen nicht selten Stellen aus dem Spiel wieder und erfreuen sich an der stark an die Vorlage erinnernde optische Umsetzung. Allgemein ist die Umsetzung von „Yakuza“ laut den Fans des Spiels in dieser Linie sehr gut gelungen.
Zudem hat mir wieder einmal der Soundtrack gut gefallen. Teilweise ist er stark rocklastig, öfters werden aber auch mal ruhigere Töne angeschlagen. Das ganze läuft auf einen sehr Stimmige Mischung hinaus kann mich jedoch nicht als einzelnes Produkt überzeugen.

Auf die Schauspieler möchte ich eigentlich nicht wirklich näher eingehen, da ich sie dafür einfach nicht gut genug beurteilen kann. Nur wenige sind mir aus anderen Produktionen bekannt; und ohne Vergleichsmaterial über die anderen Akteure möchte ich mir kein Urteil über dessen Leistung bilden. Jedoch möchte ich nicht verschweigen, dass sie in meinen Augen ziemlich gute Arbeit geleistet haben, alle Charaktere wirken trotz des schon angesprochenen Overactings sehr "echt" und teilweise mochte ich richtig mit ihnen fühlen.
Vor allem die Hauptdarsteller in den Rollen „Kiriyuu Kazuma“ und „Majima“ wissen zu überzeugen, ich habe selten so geniale und coole Yakuzas gesehen.
So wie die will ich auch mal sein!

Nach alldem möchte ich langsam zum Schluss kommen, jedoch weiß ich nicht so wirklich wie mein Fazit aussehen soll. Zum einem hat mir der Film beim erstem Anschauen sehr, sehr gut gefallen und auch die „Lücken“ fand ich nicht störend. Als ich den Film das zweite Mal ansah, fand ich viele Fragen und wenige Antworten. Hier bekommt man das fehlende Backgroundwissen zum Spiel zu spüren. Auf der anderen Seite braucht man dieses Wissen gar nicht, der Film kann einen auch so erstklassig unterhalten, man sollte dabei einfach keine Fragen stellen.
Aber wie gesagt, es gibt kein wirkliches „Dazwischen“. Für mich ist der Film ein Highlight, eine große Party mit vielen Drogen und wenig Schnapsleichen. Er macht Spaß, ist schnell und ist natürlich von Takashi Miike... ich blende einfach diese Unwissenheit aus und genieße das Feuerwerk.

Abschließend möchte ich noch darauf aufmerksam machen, dass auf der Special Edition ein ca. 40-minütiger Bonusfilm ist. Dieser klärt zumindest eine Handvoll der aufkommenden Fragen und sollte am besten vor dem Hauptfilm genossen werden.

Mit Grüßen wie ein Drache,
LLive
LLive

28.01.2009 @ 23:00

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5.8/10 bei 10 Stimmen. .
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