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asianfilmweb • Filme • LoveDeath (JP 2006) • Love Death
FILMEJP • LOVEDEATH
LOVEDEATH •

     aka LOVE DEATH
     JAPAN 2006

CAST & CREW
REGIE Ryûhei Kitamura
DARSTELLERShinji Takeda, NorA, Hiroyuki Ikeuchi, Ichiro Funakoshi, Kohei Otomo, IZAM, Eiichiro Funakoshi, Riki Takeuchi, YinLing, Miho Yoshioka, Hitoshi Ozawa, Susumu Terajima
PRODUZENTRyûhei Kitamura, Keishiro Shin, Tsutomu Takahashi, Satoshi Takei
SCRIPT/BUCHRyûhei Kitamura, Isao Kiriyama, Tsutomu Takahashi
CHOREOGRAPHIEKensuke Sonomura
MUSIKNobuhiko Morino, Daisuke Yano

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
BLURAY LoveDeath - Limited Blu-ray & DVD Mediabook

DeutschlandMidori Impuls2 Discs • FSK SPIO/JK •
 2,35:1 anamorph (HD 1080p)
 japanisch dts-HD 5.1 MA
 deutsch, englisch
 12-seitiges Booklet von Thorsten Hanisch; Making-of,...

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
158 Minuten

FILMINHALT
Sai (Shinji Takeda) liebt Sheela (NorA (Sato Nori)). So ist er dann auch Feuer und Flamme, als das hübsche Mädchen ihn um Hilfe bittet. Sheela hat ihrem Liebhaber, dem Yakuza-Boss Kurogane (Eiichiro Funakoshi), nämlich eine nicht unerhebliche Summe Bargeld gestohlen, das dieser, nebst seiner Bettgefährtin, nun wieder zurückhaben will. Dazu schickt er dem Pärchen seinen besten Mann (Kohei Otomo), einen irren Auftragskiller (IZAM) und einen korrupten Polizisten (Susumu Terajima) hinterher.

FILMREZENSION VON MANUEL SAUER
Die Geschichte vom jungen Liebespaar, das gegen alle Regeln für seine Liebe kämpft und dabei nicht nur mit dem Gesetz in Konflikt gerät ist alt und so zeigt sich das Grundgerüst von Ryuhei Kitamuras blutgetränkter Mixtur aus Roadmovie, Gangsterfilm und Love Story dahingehend nicht sonderlich inspiriert. Doch Kitamura, der auch das Drehbuch, inspiriert von Tsutomu Takahashis Manga "69", schrieb, gelingt es nach den etwas zähen und von gestelzten, pseudo-bedeutungsvollen Mono- und Dialogen durchsetzten ersten Minuten einen ziemlich unterhaltsames Gesamtwerk auf die Beine zu stellen. Das liegt vor allem daran, dass Kitamura im Verlauf immer wieder von seinen Hauptfiguren abschweift und sich einem wahren Panoptikum skurriler Figuren und Situationen hinwendet. Der Regisseur macht keinen Hehl daraus wer Pate für seinen Film stand und zitiert fleissig - mal subtil, mal mit dem Holzhammer - das amerikanische und japanische Genrekino von Ishiro Honda über John Schlesinger und Quentin Tarantino bis hin zu Takashi Miike. Im Vergleich zu Kitamuras Vorgängerfilmen dominiert nicht die brachiale Gewalt, nichtsdestotrotz gibt es genug Action und Blut, sondern vielmehr Witz und Komik. Der Humor ist ziemlich speziell und sicherlich nicht jedermanns Geschmack, und pendelt zwischen infantilem Slapstick, vulgären Zoten und tiefschwarzer Situationskomik, fügt sich aber stimmig in das Gesamtbild ein und passt insgesamt auch zu den verrückten Figuren, auch wenn Kitamura hin und wieder einer Pointe vergeigt indem er sie allzu breit auswalzt. Da sinniert ein alternder Polizist solange über das Sexualleben seiner Ehefrau bis es nicht mehr komisch ist oder ein Running Gag wird bis zur Schmerzgrenze wiederholt. Das führt dann auch zum Knackpunkt des Filmes: mit mehr als zweieinhalb Stunden Laufzeit ist "LoveDeath" ausgesprochen lang geraten.
Wild und wüst ist wiederum die Inszenierung. Begleitet von dröhnender Rockmusik bewegt sich die agile Kamera durch die Szenerie, wird schnell zwischen Personen, Orten und Zeitebenen hin und her geschnitten, nur um dann wieder starr auf den Augen oder Lippen der Protagonisten zu verharren.
"LoveDeath" ist ausserordentlich gut besetzt, vielleicht nicht direkt im Sinne hoher Schauspielkunst, vielmehr dahingehend, dass sämtliche Darsteller in ihrer jeweiligen Rolle aufgehen. Hauptdarsteller Shinji Takeda wirkt in seiner überaus coolen Darstellung, inklusive gestähltem Körper und unerschütterlicher Frisur, wie der überspitzte Prototyp des Antihelden. Die ihm zur Seite stehende Schauspieldebütantin Sato Nori alias NorA mal wie das naive, verletzliche Püppchen vom Lande, mal wie eine kühl kalkulierende Femme Fatale. Nie ganz durchschaubar, meist sympathisch und immer verführerisch. Richtig aufdrehen tun aber die Nebendarsteller. Sei es Eiichiro Funakoshi als gehörnter und entmannter Gangsterboss mit einer Schwäche für Sexspielzeug und nah am Wahnsinn, Glamrocker IZAM samt einer Gang Wahnsinniger, Naosama Musaka als nicht totzukriegender Polizist, Kohei Otomo, der als einzig halbwegs normal tickender Protagonist schier verzweifelt oder Susumu Terajima. Und B-Movie-Ikone Rikki Takeuchi ist auch noch dabei.

Mit "LoveDeath" überrascht Ryuhei Kitamura sein Publikum mit einem überdrehten Potpourri des Wahnsinns. Der brutale Genremix wirkt zwar nur leidlich kreativ, ist aber trotz der überlangen Laufzeit ziemlich kurzweilig, meist unterhaltsam und in seiner Verrücktheit irgendwie sympathisch.



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