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asianfilmweb • Filme • The Machine Girl (JP 2008)
FILMEJP • THE MACHINE GIRL
THE MACHINE GIRL •

     JAPAN 2008

CAST & CREW
REGIE Noboru Iguchi
DARSTELLERMinase Yashiro, Asami, Kentarô Shimazu, Honoka, Nobuhiro Nishihara, Yûya Ishikawa, Ryôsuke Kawamura, Demo Tanaka, Nahana, Tarô Suwa, Noriko Kijima, Kentarô Kishi, Ryôji Okamoto, Erika Terajima, Hiroko Yashiki
PRODUZENTYoshinori Chiba, Yôko Hayama, Satoshi Nakamura
SCRIPT/BUCHNoboru Iguchi
MUSIKTakashi Nakagawa

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
 Rezension des Titels vorhanden
DVD Machine Girl

Deutschlandi-on/Splendid • FSK kJ •
 1,78:1 anamorph
 deutsch DD 5.1, japanisch DD 5.1
 deutsch
 im Steelbook mit 3D Hologram-Cover, Behind The Scenes

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
96 Minuten

FILMINHALT
Die Oberschülerin Ami (Minase Yashiro) ist nach dem Tod der Eltern Mutterersatz für ihren jüngeren Bruder Yu. Für ihn tut sie alles und hat geschworen, immer und in jeder Not für ihn da zu sein. Dumm nur, dass Ami nichts davon mitbekommt, dass Yu von einer Schülerbande um den arroganten und sadistischen Yakuza-Sohn Sho terrorisiert wird. Nachdem er und sein Freund Takeshi das geforderte Schutzgeld nicht bezahlen, werden die wehrlosen Schüler gequält und schliesslich umgebracht. Von Schuldgefühlen und grenzenloser Wut geplagt, sinnt die ehemals friedfertige Ami nur noch auf Rache, die sie ohne viel Zeit verstreichen zu lassen zielstrebig umsetzt. Von unbedeutenden Rückschlägen wie einem verlorenen Arm lässt sie sich dabei nicht aufhalten...

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
Wie man sich wohl am Set eines Iguchi Film als ein Kanister Kunstblut fühlt? Sicherlich reichlich geschätzt, ist man doch das beliebteste Requisit des ehemaligen Porno-Regisseurs. Auf der anderen Seite: Vielleicht versinkt man ja auch in Bedeutungslosigkeit, so masslos, wie man dann eingesetzt wird. "The Machine Girl" ist blutig. Sehr blutig. Ein Fest für Splatterfreunde. Aber Blut allein kann auch für einen Film, der sich selbst stolz dem Trash-Genre zuordnet, nicht das einzige Qualitätskriterium sein. "The Machine Girl" beginnt grandios mit der Szene, in der Ami die Bande, die ihren Bruder umgebracht hat, aufspürt. Einige Minuten und etliche Leichen später führt uns der Film in einem Rückblick in die Vergangenheit und erklärt dem Zuschauer, wie es so weit gekommen ist. In der folgenden Stunde sich das Drehbuch stellenweise sehr in unbedeutenden Zwischenszenen aus, die zwar durch abgedrehten Japan-Humor überzeugen, jedoch auch den Drive vom Auftakt sehr abbremsen. Nach dem furiosen Auftakt folgt der Abschnitt, in dem Ami den Yakuza-Sohn über ein Mitglied seiner Gang aufspürt. Der schräge Kampf mit dessen wahnsinnigen Eltern zählt was die Lacher betrifft zu den besten Szenen des Films. Lacher von Trash-Splatter-Liebhabern wohlgemerkt. Danach watet der schwache Mittelteil im Blut seiner mittelmässigen Darsteller dem Finale entgegen, in dem Ami Shos Ninja-Yakuza-Vater entgegentritt. Dessen Lieblingswaffe ist eine fliegende Guillotine... Trash-Horror-Filme, in denen die Protagonisten verlorene Gliedmassen mit allerlei schrägem Gerät ersetzen, sind keine Neuigkeit. Auch wenn Tarantinos Cherry in "Planet Terror" die Letzte war, die dafür grosse mediale Aufmerksamkeit empfing, hat uns schon Anfang der 90er Sam Raimis Haushaltswarenverkäufer Ash in "Armee der Finsternis" mit seinen unnachahmlichen Grimassen hinter der Kettensäge zum Grinsen gebracht. Tarantino dagegen war und ist der Meister der abgefahrenen Dialoge, dessen Filme auch immer Hommagen an Genrefilme sind und mehrere Erzählstränge grandios verflechten. Aber auch, wenn der Deutsche Vertrieb auf dem Verpackungstext unbescheiden den Vergleich mit "Planet Terror" wagt, erreicht "The Machine Girl" nie das Niveau der Filme, bei denen er sich offensichtlich inspirieren liess. Sicherlich, an abgedrehten Charakteren und Ideen mangelt es Iguchi nicht. Da kämpfen Junior-Ninjas in roten Jogginganzügen, da werden Hände in Fritierfett gebraten und Finger als Sushi verspeist und das Blut fliesst in Strömen. Das Problem ist, dass es Iguchi nicht gelingt, alles zu einer runden Sache zusammenzufügen. Die schwachen Dialoge lassen den Trash-Humor vermissen, der sich in den Bildern häufig ausdrückt. So entsteht der Eindruck von unbeabsichtigter Komik, der der überzeichnet-selbstironischen Darstellung anderer Szenen nicht gut tut. Trash-Splatter-Fans werden sich daran wahrscheinlich nicht stören bzw. meine Einschätzung nicht teilen. Fakt ist: "The Machine Girl" ist ein allenfalls durchschnittlicher Genre-Film, der für Fans nichts desto trotz einige Lacher bereit hält.



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