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asianfilmweb • Filme • Oldboy (KR 2003) • Old Boy
FILMEKR • OLDBOY
OLDBOY

     aka OLD BOY
     KOREA 2003

CAST & CREW
REGIE Park Chan-Wook
DARSTELLERChoi Min-Sik, Yu Ji-Tae, Kang Hye-Jeong, Ji Dae-Han, Oh Dal-Su, Kim Byeong-Ok, Kim Su-Hyeon, Lee Seung-Jin, Yun Su-Kyeong, Yun Jin-Seo, Oh Kwang-Rok
PRODUZENTLim Seung-Yong
SCRIPT/BUCHGaron Tsuchiya, Nobuaki Minegishi, Hwang Jo-Yun, Park Chan-Wook, Lim Chun-Hyeong
MUSIKJo Yeong-Wook, Choi Seung-Hyun, Lee Ji-Soo

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
BLURAY Oldboy

Deutschland3L • FSK 16 •
 2,35:1 anamorph (HD 1080p)
 deutsch dts-HD 5.1 MA, koreanisch dts-HD 5.1 MA
 deutsch
 Trailershow
WEITERE VÖ
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 DVDOldboy - Ultimate EditionKoreaStarmax 
 DVDOldboyKoreaStarmax 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
132 Minuten

Teil der Rache-Trilogie von Regisseur Park Chan-Wook mit
Sympathy For Mr. Vengeance (KR 2002)
Sympathy For Lady Vengeance (KR 2005)

FILMINHALT
Leidenschaftlicher Trinker und eher schlechter Familienvater Oh Daesu wird nach einem längeren Aufenthalt auf der Polizeiwache auf offener Strasse entführt. Für 15 Jahre wird er ohne ersichtlichen Grund in eine Zelle gesperrt, seine einzige Verbindung zur Außenwelt: Ein Fernseher. Ohne jeden menschlichen Kontakt sieht sich Oh Daesu langsam dem Wahnsinn ausgeliefert und verkommt immer mehr zu einem gefühlstoten Wesen, welches nur noch auf Rache nach seinen Peinigern sinnt. Wer hat ihn hier drin eingesperrt? Und vor allem warum? Daesu beginnt sein Leben zu resümieren und Pläne für einen Ausbruch zu schmieden. Doch so plötzlich er eingesperrt wurde, so plötzlich wird er wieder frei gelassen. Völlig aus der Bahn geworfen, gar weltfremd kann sich Daesu nur schwer an seine Lage gewöhnen und beginnt kurz darauf Anhaltspunkte über seine Gefangenschaft zu sammeln. Doch spätestens mit der Bekanntschaft eines mysteriösen Mannes, der Daesu scheinbar sehr gut zu kennen scheint, merkt er bald schon, dass hinter dieser Gefangenschaft sehr viel mehr steckt, als es zu Anfang scheint.

FILMREZENSION VON JAN SCHWEITZER
Dieses erschreckende und zugleich äusserst dramatische Werk von Park Chan-Wook ("JSA", "Sympathy For Mr. Vengeance") ging im letzten Jahr durch so ziemlich fast alle Filmkreise und hat einen regelrechten Hype unter Kennern ausgelöst. Der Film gewann den großen Preis der Jury bei den Filmfestspielen in Cannes 2004 und wurde zudem von Quentin Tarantino mit Lorbeeren überschüttet. Zeit also den Film ein wenig genauer zu beleuchten.
Oldboy präsentiert sich als visuell sehr starkes Rachedrama über einen gebrochenen Mann, der alles verloren hat und nur noch von seinen Rachegelüsten geleitet wird. Der Film selbst streift dabei mehrere Genres und vermischt so die Grenzen des bekannten Films. Wirksam in den Plot eingebettet und keinesfalls unpassend findet man Anleihen des Thrillers, schwarzkomödiantische Anflüge und die, für einen koreanischen Film fast schon zum Alltag gewordenen Prügeleien, die man sogar heutzutage schon in Musikvideos von koreanischen Schmusepop-Sängerinnen wiederfindet. Der Feldzug Oh Daesu's gegen seinen Widersacher zitiert die allseitsbekannte Geschichte des Grafen von Monte Christo und greift zugleich eines der mächtigsten und zerstörerischsten Gefühle auf, das den Menschen seit Anbeginn begleitet hat. Ähnlich wirkungsvoll fällt dann auch die Art und Weise aus, mit welcher man diese Geschichte realisiert hat. Park Chan-Wook war schon immer ein Mann der mächtigen Bilder. Der Thematik folgend, präsentiert sich der Film als eine düstere Bühne für das Schauspiel zweier Männer. Dieses bekommt man in fast jeder Szene zu spüren: Baufällige Wohnblocks, traurig wirkende Gassen und schmutzige Wohnungen dominieren den Film und rufen Unbehagen hervor. Park Chan-Wook fängt diese Stimmung in teils avantgardistisch experimentellen Einstellungen auf, die an Werke von Lynch oder Fincher erinnern. Er versteht es, den Zuschauer in durchaus unüblichen Bildern mit seinem detailverliebten Perfektionismus zu verzaubern. Doch nicht nur das verhalf Park zu seinem Ruf als einer der besten Regisseure Koreas. Natürlich packt er auch in diesem Werk mehr als nur einmal den visuellen Vorschlaghammer aus und fordert das Publikum mit abstoßenden, wenn auch nicht explizit dargestellten Verstümmelungsszenen und anderen Ekeleien (nach diesem Film wird man als gezeichneter Zuschauer sicherlich nicht so schnell wieder ein Fischrestaurant aufsuchen wollen). Neben diesen psychischen und physischen Bewährungsproben und der dunklen Grundstimmung geht der Film noch dazu in eine äusserst zynische Richtung, was nicht zuletzt an Oh Daesu's teils bitterbös sarkastischen Monologen und einigen kunstvollen, subtil eingestreuten Szenenspielereien wie z. B. den vorgezeichneten Weg des Hammerschlags, welche durchaus amüsieren können. Untermalt wird das von einem zum großen Teil klassischen Score, der mal dramatisch ergreifend, mal kindlich naiv oder auch kühl und elektronisch der Leinwand den nötigen klanglichen Anstrich verpasst.
Hervorzuheben sind auch noch einmal die mehr als guten Schauspieler. Choi Min-Sik (u.a. "Shiri), hier wohl in seiner besten Rolle überhaupt, verkörpert den seelisch völlig entstellten Oh Daesu vollkommen glaubwürdig, ob als herzloses Monster oder als völlig am Boden zerstörten Gepeinigten. Choi Min-Sik zieht hier alle Register und kann sich zu Recht zur absoluten Elite koreanischer Schauspieler zählen. Doch auch Yu-Ji Tae (u.a. "Natural City", "Into The Mirror") als gottgleicher und skrupelloser Gegenspieler Lee Woo-Jin braucht sich nicht hinter Choi zu verstecken. Auch er beweist großes Talent und Vielfalt in seinem Spiel (man ziehe hier zum Vergleich seine Rolle in "Attack The Gas Station" heran). Letztendlich sind es diese beiden Männer, die den Film, neben den bezaubernden Visuals zu dem machen was er ist und den Zuschauer bis zu den Credits in den Sessel fesseln. Wird der Film dem Hype gerecht? Da gibt es geteilte Meinungen. Die einen sagen, es sei ein billiger Abklatsch von Klassikern des Kalibers Lynch/Fincher oder dem Grafen von Monte Christo, die anderen sagen, dass es sich bei Oldboy um die filmische Offenbarung des neuen modernen Kinos handele. Da ist überall ein bisschen Wahrheit hinter. Ich sehe Oldboy bzw. Parks Stil nicht als bloße Kopie des Lynch'schen Stils, sondern als Verbeugung gegenüber Jenen. Vor allem hat mich die Atmosphäre begeistert, denn der Film hat die heftigsten Gefühle bei mir ausgelöst, so dass ich erst einmal mit leerem Blick auf die Credits gestarrt habe, das eben Gesehene noch verdauen musste. Bei einem Film, der mich so mitreißt, ist mir der Gedanke an ein Plagiat wirklich herzlich egal! Dieses Werk ist trotz der etwas konstruierten und leicht fantastisch anmutenden Story ein intensives Filmerlebnis sondergleichen und sollte zumindest einmal von jedem angesehen werden. Aber bitte mit Vorsicht genießen, denn Oldboy ist nicht leicht zu verdauen.



USER-REZENSION VON CHRISTIAN_ZEBE
Park Chan Wooks Thriller ist einer der koreanischen Highlights !

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9.6/10 bei 35 Stimmen. .
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