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asianfilmweb • Filme • The Stool Pigeon (HK 2010)
FILMEHK • THE STOOL PIGEON
THE STOOL PIGEON •

     HONG KONG 2010

CAST & CREW
REGIE Dante Lam
DARSTELLERNick Cheung, Nicholas Tse, Miao Pu, Liu Kai Chi, Guey Lun-Mei, Tony Ho, Lu Yi, Lau Kwong, Lawrence Cheng, Sherman Chung, Philip Keung
PRODUZENTCandy Leung
SCRIPT/BUCHDante Lam, Ng Wai Lun
MUSIKHenry Lai

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD The Stool Pigeon

HongkongVicol Entertainment2 Discs
 anamorph
 kantonesisch dts/DD 5.1, mandarin DD 5.1
 englisch, chinesisch
 Making Of, Deleted Scenes, Behind The Scenes, Trailer, TV...
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 BLURAYThe Stool PigeonHongkongVicol Entertainment 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
113 Minuten

FILMINHALT
"Ich sagte behandelt sie wie Freunde - nicht: seid ihre Freunde", doziert Inspector Don Lee (Nick Cheung) über den richtigen Umgang mit und Führung von Informanten. Von Schuldgefühlen geplagt, nachdem er seinen Spitzel (Liu Kai-Chi) verliert, sieht er sich schon bald wieder gezwungen einen Informanten zu rekrutieren. Ghost Jr. (Nicholas Tse) ist ein begnadeter Autofahrer und frisch aus dem Knast. Um seine Schwester vor der Prostitution zu schützen muss er dringend seine Schulden begleichen. Er willigt ein für Don Lee als Maulwurf zu arbeiten und heuert als Fahrer bei dem notorischen Gangster und Juwelendieb Barbar (Lu Yi) an, dessen Freundin Dee (Guey Lun-Mei) bald ein Auge auf ihn geworfen hat. Beide Seiten versprechen Ghost Jr. Geld, doch wem kann er vertrauen?

FILMREZENSION VON RICHARD REICHER
Auf Dante Lam ist Verlass. Mit "The Stool Pigeon" liefert er einen weiteren sehenswerten Hong Kong Thriller, der überzeugt ohne wirklich Neues zu bieten. Nach dem bärenstarken und vielgelobten "Beast Stalker", wählte Lam für sein Nachfolgewerk "Fire of Conscience" wohl einen zu dramatischen Grundton und vergriff sich im Drehbuch - hier lässt er dafür wieder altbekannte Stärken aufblitzen. "The Stool Pigeon" ist ein routiniert inszenierter Thriller, der weniger durch seine schon so oft erzählte Story, sondern vielmehr durch seine starken schauspielerischen Leistungen, sowie wunderbar gewählte Hong Konger Locations - kamera- und schnitttechnisch perfekt in Szene gesetzt - zu überzeugen weiß. Lange sind es aber leider dieser technische Aspekt und die Starpower alleine, die den Film sehenswert machen. Besonders die erste halbe Stunde gestaltet sich ein wenig schleppend, ist wenig stringent erzählt und könnte einiges an Tempo mehr vertragen. Lam lässt sich Zeit mit dem Aufbau seiner Geschichte, erst spät im Film beginnt man wirkliche Beziehungen mit den Hauptfiguren aufzubauen und sich für ihr Schicksal zu interessieren. Hier wird ganz klar Potential verschenkt. Mit etwas mehr Tempo könnte sich The Stool Pigeon gar ein moderner Klassiker nennen. Denn sowie der Film im Mittelteil an Fahrt aufnimmt, als Ghost Jr. tatsächlich beginnt als Spitzel zu arbeiten, steigert sich die Spannung und Nicholas Tse und Nick Cheung dürfen ihr schauspielerisches Potential bis zum Anschlag ausreizen. Besonders Nicholas Tse weiß zu überzeugen - seine Figur ist vielschichtig, oft undurchsichtig und doch von Grund auf einfach gestrickt. Nick Cheung ist nicht minder interessant, bloß gibt seine Figur besonders eingangs wenig für eine Hauptrolle her. Rein gefühlsmäßig hätte es nicht schlecht getan, den Fokus mehr auf den Spitzel zu richten. Doch wenn man mit Nick Cheung schon den frisch gebackenen Best Actor an Bord hat, reichert man eine Rolle auch gerne mal mit zusätzlichem dramatischem Material an. Da der Subplot seiner Figur allerdings sehr unabhängig von der restlichen Geschichte verläuft und zu einem großen Teil in Flashbacks aufgearbeitet wird, kann er nur wenig Wirkung verbuchen. Und dennoch hält auch dieser Nebenstrang einige sehr wirkungsvolle Szenen für uns bereit, als dass man ihn gänzlich missen möchte. "The Stool Pigeon" wartet überhaupt mit mehreren einprägsamen Momenten auf: besonders das Zusammenspiel Tse?s mit der Taiwanerin Guey Lun-Mei als Killerin wider Willen, ist Nährboden für emotionale und dramatische Auswüchse. Guey bietet eine auffällige Leistung und erinnert teilweise an Pat Ha in "On the Run" oder Wu Chien-Lien in "Beyond Hypothermia". Die tragische Liebe dieser Beiden Figuren zählt mit zu dem Besten, was man die letzten Jahre aus Hong Kong zu sehen bekam, ebenso wie das nervenzerrüttende Finale, das sich perfekt getimt bis zu seinem fulminanten Ende kontinuierlich steigert. Da ist "The Stool Pigeon" ganz großes Kino. Schade, dass sich der Spannungsbogen erst so spät beginnt zu spannen, sonst wäre hier viel möglich gewesen. Nichtsdestotrotz ist "The Stool Pigeon" äußerst sehenswert und zählt mit Lams "Beast Stalker" zu den dramaturgisch und schauspielerisch stärksten Hong Kong Thrillern der letzten Jahre.



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