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asianfilmweb • Filme • The Taste Of Money (KR 2012)
FILMEKR • THE TASTE OF MONEY
THE TASTE OF MONEY •

     KOREA 2012

CAST & CREW
REGIE Im Sang-Soo
DARSTELLERKim Kang-Woo, Baek Yun-Shik, Kim Hyo-Jin, On Ju-Wan, Darcy Paquet, Maui Taylor, Yoon Yeo-Jung, Kwon Byeong-Gil, Hwang Jeong-Min-I
PRODUZENTIm Sang-Soo
SCRIPT/BUCHIm Sang-Soo
MUSIKKim Hong-Jib

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
BLURAY Taste Of Money

DeutschlandKoch Media • FSK 16 •
 2,35:1 anamorph (HD 1080p)
 deutsch dts-HD 5.1 MA, koreanisch dts-HD 5.1 MA
 deutsch
 Diverse Featurettes, Making of, Original Kinotrailer
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 DVDTaste Of MoneyDeutschlandKoch Media 
 BLURAYThe Taste Of MoneyKoreaDaisy & Synergy 
 DVDThe Taste Of MoneyKoreaKD Media 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
115 Minuten

FILMINHALT
Joo Young-Jak (Kim Kang-Woo) arbeitet als persönlicher Assistent des Geschäftsmannes Yoon (Baek Yun-Shik), der sich durch die geschickte Heirat mit Baek Geum-Ok (Yoon Yeo-Jung), Tochter des reichsten Mannes Koreas, und einem verschlungenen Netz aus Korruption und Bestechung ein riesiges Firmenimperium aufbauen konnte. Trotz aller Versuchungen, die die Welt der Reichen und Schönen mit sich bringt versucht Young-Jak möglichst integer zu bleiben. Als Yoon sich in das Hausmädchen Eva (Maui Taylor) verliebt, sein untergetauchter Sohn (On Ju-Wan) wieder auftaucht und sowohl seine Ehefrau als auch Tochter Na-Mi (Kim Hyo-Jin) mehr als nur ein Auge auf Young-Jak werfen, droht der junge Mann immer mehr zum Spielball familiärer Intrigen zu werden.

FILMREZENSION VON MANUEL SAUER
Bereits in seinem vorherigen Film "The Housemaid" rechnete Regisseur Im Sang-Soo auf bissig-böse Weise mit der dekadenten koreanischen Oberschicht ab. In "The Taste Of Money" schlägt er dieselbe Richtung ein und widmet sich dieses Mal den Reichsten der Reichen. Die Abscheu, mit der Im den meisten seiner Figuren begegnet, wird schnell offenbar, präsentiert er die Mitglieder der Familie Yoon doch als kühl kalkulierende, emotional abgestumpfte Machtmenschen mit sehr ambivalenten Moralvorstellungen, die Gesetze ebenso ihren Bedürfnissen anpassen wie ihre maßgeschneiderte Kleidung. Erpressung, Bestechung oder gar Entführung und Mord scheinen für sie legitime Mittel zum Erhalt und Ausbau ihrer Macht zu sein. Im hält dieser Gesellschaftsschicht gnadenlos den Spiegel vor und touchiert dabei ein ums andere Mal die Grenze zur Groteske, etwa dann, wenn Yoons seniler Schwiegervater zwischen Schwimmtherapie mit der vollbusigen Eva und Sauerstoffgerät die Zeit findet, die aktuelle Situation der Familie zynisch zu kommentieren.

Der Film lebt von diesen extremen Charakteren, beziehungsweise der Karikatur selbiger, von denen ganz klar Yoon Yeo-Jung als fanatische Patriarchin heraussticht. Wie auch schon zuvor in "The Housemaid" gelingt es ihr eine abgrundtief verabscheuungswürdige Figur auf die Leinwand zu zaubern, der man mit Freude beim Intrigieren zusieht. Aber auch die anderen Familienmitglieder liefern überzeugende schauspielerische Leistungen ab: sei es Baek Yun-Shik, der geschickt zwischen knallhartem Geschäftsmann, unterdrücktem Ehemann und emotionalem Krüppel pendelt und so etwas wie Mitleid für seine Figur vermitteln kann, On Ju-Wan als charakterloses, geldgeiles Muttersöhnchen oder Kim Hyo-Jin, die als gelangweilte, verwöhnte, jedoch intelligente und menschlich nicht ganz verkommene Tochter des Hauses Yoon immerhin einige Sympathiepunkte verbuchen kann. Auch die Philippinin Maui Taylor kann überzeugen, verkörpert sie doch die reinste und sympathischste, allerdings auch mitleidserregendste Figur des Filmes. Kim Kang-woo agiert ein wenig kühl und letztendlich nicht düster genug um seinen Charakter die nötige Tiefe zu verleihen, als Protagonist, der den Zuschauer durch die moralischen Untiefen begleitet, taugt er aber allemal.

Diese Untiefen fängt Ims Kameramann Kim Woo-Hyung in eleganten, gelackten Hochglanzbildern ein. Visuell ist der Film jederzeit bestechend - keine Frage, doch kann der Look nicht immer über die größte Schwäche des Filmes hinwegtäuschen: die Geschichte. Die ist weder sonderlich originell, noch spannend, so können auch die spärlichen Erotikszenen nicht über die eine oder andere Länge hinwegtäuschen. Das Ende wirkt zudem aufgesetzt, da Im seine Abrechnung mit der Gesellschaft nicht konsequent durchzieht und seinen Figuren dann doch noch so etwas Ähnliches wie ein Happy End gönnen möchte. Hier wäre definitiv mehr drin gewesen.

Das ist schade, denn mit einer spannenderen Geschichte und konsequent durchgezogenem Zynismus wäre "The Taste Of Money" Ims vorangegangenem Film vielleicht durchaus ebenbürtig gewesen, so bleibt letztendlich ein schick gefilmtes, gut besetztes und ziemlich böses Drama, das sein volles Potential aber nie wirklich ausspielen kann.



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