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asianfilmweb • Filme • Tokyo Sonata (JP 2008)
FILMEJP • TOKYO SONATA
TOKYO SONATA •

     JAPAN 2008

CAST & CREW
REGIE Kiyoshi Kurosawa
DARSTELLERTeruyuki Kagawa, Kyôko Koizumi, Yû Koyanagi, Inowaki Kai, Haruka Igawa, Kanji Tsuda, Kazuya Kojima, Kôji Yakusho, Jason Gray
PRODUZENTWouter Barendrecht, Yukie Kito
SCRIPT/BUCHKiyoshi Kurosawa, Sachiko Tanaka, Max Mannix
MUSIKKazumasa Hashimoto

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
119 Minuten

FILMINHALT
"Tokyo Sonata" erzählt die Geschichte einer Familie im modernen Japan als eine Geschichte der Suche nach Halt und Bestimmung, Mut und Anerkennung. Er stellt die Frage, was eine Familie ausmacht und worauf es ankommt. Als Ryuhei (Teruyuki Kagawa) seinen Job im mittleren Management verliert, ist er nicht nur in seinem persönlichen und beruflichen Selbstbild verletzt, sondern er befürchtet den Autoritätsverlust in seiner Familie, der er nach tradierten Haltungen nicht mit dem Verlust des Broterwerbs vereinbar ist. So beschliesst er, seine Familie nicht einzuweihen, geht weiterhin täglich "zur Arbeit" und versucht verzweifelt eine neue Anstellung zu finden und die lange Zeit zu vertreiben. Die Realität konfrontiert ihn unerbittlich mit seinen zahlreichen Schicksalsgenossen und seinen unrealistischen Vorstellungen darüber, wo er wieder in der Arbeitswelt einsteigen will. Während Ryuhei alleine, aber nicht ohne Auswirkungen auf seine Familie mit der Situation klarzukommen versucht, leidet seine ihm Frau Megumi (Kyoko Koizumi) darunter, das Bindeglied zwischen den einander entfremdeten Individuen darstellen zu müssen. Sie ist im Widerstreit zwischen Loyalität und Ausbruch, der sich schon bald dramatisch ankündigt. Der älteste Sohn Takashi (Yu Koyanagi) klagt das spürbare Auseinanderbrechen der Familie lautstark an und unternimmt heftigste Ablösungsversuche, während der stille und sensible Kenji (Kai Inowaki) sich in die Musik flüchtet und sich nichts sehnlicher wünscht als Klavierstunden. Als ihm diese vom Vater versagt werden, bezahlt er vom Essensgeld für die Schule heimlich die Unterrichtsstunden. Während sich alle voneinander weg bewegen, entdeckt seine Lehrerin sein grosses Talent und als sie bei der Familie vorspricht, um Kenji besser fördern zu können, fliegt die ganze Sache auf. Die Bewährungsprobe für alle steht an. Wird die Familie ganz zerbrechen oder sich auf ihre Zusammengehörigkeit besinnen?

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
Wie kann die Desintegration der Familie im modernen Japan aussehen? Der bisher eher für Thriller und Horrorfilme bekannt gewordene Kiyoshi Kurosawa zeichnet ein dramatisches und ehrliches, aber auch augenzwinkernd-unterhaltsames Bild dieser realen gesellschaftlichen Tendenz, wenn der schon länger heimlich arbeitslose Familienvater den "Neuling" aufklärt, wie man mit moderner Technik das Bild nach aussen aufrecht erhält. Mit lobenswerter Behutsamkeit legt er dabei die Motive, Persönlichkeiten und Verhaltensweisen der Familienmitglieder offen, so dass man sich gut in jeden einzelnen Charakter einfühlen kann. Gnadenlos deckt er gesellschaftliche Zwänge und Tabuthemen um Emanzipation, Autorität und Selbstannahme auf und lässt die Geschehnisse intensivst auf die Klimax zutreiben. Die hervorragenden Darsteller wiederum tragen ihr übriges dazu bei, die Zerrissenheit und Ängste ihrer Rollen dem Zuschauer glaubhaft zu vermitteln. "Tokyo Sonata" ist packend und rührend, gesellschaftskritisch, humorvoll und versöhnlich. Als man Vater Ryuhei nach einem Jahr "Heilungszeit" zufrieden lächelnd seinem neuen Job nachkommen sieht, ist der Zuschauer auch wieder mit der Familie versöhnt. Ein einmaliges Familienporträt, das nicht zu unrecht mit dem grossen Preis der Jury der Filmfestspiele von Cannes 2008 ausgezeichnet wurde.



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