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asianfilmweb • Filme • Vacation (JP 2008)
FILMEJP • VACATION
VACATION •

     JAPAN 2008

CAST & CREW
REGIE Hajime Kadoi
DARSTELLERKaoru Kobayashi, Hidetoshi Nishijima, Nene Otsuka, Ren Osugi, Asami Imajuku, Shuuji Kashiwabara, Lily, Gô Rijû, Shun Sugata, Shingo Takasugi, Ryoko Takizawa, Hajime Tanimoto, Shusei Uto
PRODUZENTToshihide Akama
SCRIPT/BUCHAkira Yoshimura, Dai Sakô
MUSIKTeruyuki Nobuchika

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
112 Minuten

FILMINHALT
Der stille Durchschnittstyp Hirai arbeitet als Wärter in einem Gefängnis. Seinen Job führt er solide, aber leidenschaftslos aus, er dient lediglich dem Broterwerb. Privat stehen alle Zeichen auf Hochzeit mit der verwitweten Alleinerziehenden Mika. Nach einer traditionellen Anbahnung mit Vorstellung bei der zukünftigen Schwiegermutter soll es bald soweit sein. Mika und er begegnen sich mit einer respektvoll-zurückhaltenden Art. Lediglich Mikas kleiner Sohn lässt den neuen Mann im Leben seiner Mutter nicht an sich heran. Um nach der Hochzeit einen längeren Urlaub mit seiner neuen Familie verbringen zu können, meldet er sich freiwillig als Helfer für die Exekution des Gefängnisinsassen Kaneda. Die seltenen Hinrichtungen sind so verhasst, dass Freiwillige einen Sonderurlaub erhalten und Hirai möchte alles tun, um die Anerkennung seines Stiefsohns zu gewinnen.

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
"Vacation" beginnt mit einer Zugfahrt, in dem man eine zufriedene junge Familie sieht. Erst im Laufe des Films wird klar, dass die Handlung nicht chronologisch abläuft. Das erzählerische Ende stellt die Zuspitzung zur Hinrichtung dar, mit einer kurzen, letzten Episode danach, die den Bogen zurück zur Zugfahrt zu Beginn schlägt. Dazwischen zeigt er Hirai bei seiner Arbeit im Gefängnis mit dem Todeskandidaten Kaneda und seinen teilweise desillusionierten Kollegen. Es wird wenig gesprochen, ein weniger ausdrucksstarker Film ist "Vacation" dadurch aber nicht geworden, im Gegenteil. Die beschriebene Erzählstruktur mit einer gewissen Lakonie, die dennoch immer vorhandenen, wenn auch meist zurückhaltenden Emotionen und der Ansatz, das Thema der Todesstrafe aus einer völlig anderen Perspektive zu beleuchten, als dies ein amerikanischer Film wie beispielsweise "Dead Man Walking" tun würde, machen "Vacation" zu einem besonders gefühlsintensiven Film. Gefühle, die echt aus dem Leben gegriffen scheinen und denen das Pathos fehlt. Die Hauptcharaktere sind nur scheinbar gefühllos und beherrscht, sondern zwei interessante Persönlichkeiten, keine Stereotypen. So bleibt bis zum Ende offen, wofür Kaneda eigentlich zum Tode verurteilt wurde, es ist auch nicht relevant. Der Film wehrt sich so erfolgreich gegen klassische gut-böse Muster und legt den Schwerpunkt auf den Mensch und nicht sein Verhalten in Vergangenheit oder Gegenwart. Die Darsteller mit ihrer Zurückhaltung gefallen zu jedem Zeitpunkt, die Filmmusik ist wirklich wunderschön und das Ende herzerweichend liebreizend, ohne kitschig zu sein. Die gelungene Mischung aus Drama und Familienfilm war eines meiner persönlichen Highlights der Nippon Connection 2009 in Frankfurt.



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