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asianfilmweb • Filme • Zombie 108 (TW 2012) • Zombie World War
FILMETW • ZOMBIE 108
ZOMBIE 108 •

     aka ZOMBIE WORLD WAR
     TAIWAN 2012

CAST & CREW
REGIE Joe Chien
DARSTELLERMorris Rong, Yvonne Yao, Joe Chien, Jack Kao, Tai Bo, Dennis To
PRODUZENTMorris Rong
SCRIPT/BUCHJoe Chien
MUSIKChen Wei Chun

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Zombie World War

DeutschlandSavoy Film • FSK kJ •
 2,40:1 anamorph
 deutsch DD 5.1, mandarin DD 5.1, englisch DD 2.0
 englisch
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 BLURAYZombie World WarDeutschlandSavoy Film 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
88 Minuten

FILMINHALT
Taipeh, Ximending: Aus einem Labor ist ein hochgradig ansteckender Virus entwichen, der nun arglose Bewohner der Metropole in Zombies verwandelt. So geht dann auch die Polizeiaktion eines SWAT-Teams (u.a. Tai Bo und Dennis To) gehörig schief, denn anstatt sich einen bleihaltigen Schlagabtausch mit den Schergen des lokalen Gangsterbosses (Morris Rong) zu liefern, kämpfen beide Parteien Seite an Seite gegen die Armee der Untoten. Unterdessen ist auch Linda (Yvonne Yao) mit ihrer kleinen Tochter auf der Flucht. Glücklicherweise kommt sie im Auto eines hilfsbereiten Mannes (Joe Chien) unter, der sich allerdings als degenerierter Irrer entpuppt, der in seinem Keller hübsche junge Frauen und Zombies hält.

FILMREZENSION VON MANUEL SAUER
Wäre Regisseur Joe Chiens wüstes Zombiespektakel 35 Jahre früher in die Kinos gekommen, es wäre heute mit ziemlicher Sicherheit Kult. Sein Film enthält so ziemlich alle Zutaten, die schmuddeliger Grindhouse-Horror braucht: Zombies, Perverse und Nackte, Blut, Gedärme und Sex, ein dämliches Drehbuch, schlechte Schauspieler und eklatante inszenatorische Schwächen. Billiges Schmuddelkino in Reinkultur sozusagen, und als solches durchaus geniessbar. Wer jedoch auf seriöses und ambitioniertes Filmemachen Wert legt, der sollte einen grossen Bogen um "Zombie 108" machen. Vor allem Joe Chiens Charakter, der höchstpersönlich den perversen Irren mimt, sorgt für saures Aufstossen. Er hält sich Frauen im Keller, quält, vergewaltigt und mordet. All das natürlich ziemlich plump und selbstzweckhaft in Szene gesetzt. Da wirken die ebenfalls nicht gerade zimperlichen Aufnahmen von Untoten, die sich in schnell geschnittenen Bildfolgen gierig auf noch lebendes Menschenfleisch stürzen, ihre Opfer in Stücke reissen und ausweiden, beinahe harmlos. Chiens Geschichte ist holprig. Der Ansatz die Überlebenden einer Zombieepidemie in der Wohnung eines irren Gewaltverbrechers zusammentreffen zu lassen hat durchaus seinen Reiz und birgt interessantes Konfliktpotential, doch Chiens Irrer ist schon auf den ersten Blick irre und die Figuren so belanglos charakterisiert, dass es eigentlich egal ist, wer mit einem Beil im Kopf vor der Couch verendet. Einem irgendwie ansteigenden Spannungspegel versagt sich Chien vollends, indem er die Zombieflucht immer wieder für teils grotesk anmutende Handlungsszenen unterbricht, wodurch der Film streckenweise wie eine Zombiefilmparodie erscheint.

Aus dem geringen Budget von 3.000.000 Taiwanischen Dollar - etwa 85.000 Euro - holt Chien aber dennoch einiges raus. So gibt es ein paar nette Aufnahmen des leeren Bezirks Ximending, sowie ein paar wenige, durchschnittliche CGI-Effekte. Die Vorbilder "The Walking Dead" und "28 Days Later" sind klar erkennbar, doch bewegt sich Chiens Inszenierungsstil trotz völlig unsinnigem, weil nicht genutztem Cinemascope beharrlich auf mittelprächtigem TV-Niveau. Mit Tai Bo und Jack Kao in sehr kleinen Nebenrollen und Dennis To als ein Mitglied des SWAT-Teams tauchen dann immerhin noch eine Handvoll bekannter Gesichter auf. Wirklich gut spielt aber keines davon. Unter den Hauptdarsteller tummelt sich der kaum bekannte Morris Rong als dicker, unsympathischer Gangsterboss, der hart am Rande der Karikatur chargiert, Model und Seriendarstellerin Yvonne Yao kann zumindest laut kreischen, den Vogel schiesst aber Regisseur Joe Chien selbst ab, der den ganzen Film nur vor sich hin grunzt. Noch schlechter sind da nur die ausländischen Darsteller, die wohl meist direkt von der Strasse weg engagiert wurden.

"Zombie 108" ist schlecht, richtig schlecht, Joe Chiens Feuerwerk des schlechten Geschmacks ist objektiv betrachtet filmischer Bodensatz der übelsten Sorte, der unter filmischen Gesichtspunkten absolut inakzeptabel ist. Wer jedoch Freude an Trash, Exploitation und unfreiwilliger Komik hat, der kann von dem Film durchaus passabel unterhalten werden und sich an all seinen Unzulänglichkeiten - ob gewollt oder nicht - ergötzen, alle anderen lassen die Finger davon.



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