| "Haunting Albina" macht zwar schon im Intro klar, dass der Film von Roman Perez Jr. irgendeine übernatürliche Komponente besitzt, so richtig Licht ins Dunkel bringt man aber erst sehr spät im Film. Und dann wird es aber tatsächlich richtig wild - versprochen. Dass dabei die gute Ayanna Misola die Rolle der Albina spielt, ist sicherlich nicht gerade perfekt gewählt. Denn auch wenn die Vivamax-Darstellerin optisch sicherlich dem typischen Klischee des Streaming-Anbieters entspricht, so ist sie leider einfach keine all zu gute Schauspielerin. Dieser Kritikpunkt ist leider immer wieder Teil von Vivamax Film-Besprechungen, wirkt aber in Werken mit solch einer zentralen Hauptfigur dann doch störender als gewöhnlich.
Wer sich mit dem philippinischen Kino auskennt, dem dürfte die Geschichte von "Haunting Albina" bekannt vorkommen, immerhin handelt es sich hier um die Neuauflage des Films "Ang babaeng nawawala sa sarili" von Eddie Rodriguez aus dem Jahr 1989. Ein Rezept, welches Vivamax häufiger mal wählt, um neues Material für seinen Streamingdienst zu kreieren. Und das hier eigentlich auch ganz gut aufgeht - von Miss Misola mal abgesehen.
Vor allem die Inszenierung von "Haunting Albina" ist wirklich klasse und sehr gelungen. Es gibt wieder sehr hochwertiges Bildmaterial zu bestaunen, für einige Sequenzen hat man sich richtig was einfallen lassen und arbeitet viel mit Licht, Effekten und Musik.
Natürlich gibt es wieder einiges an nackter Haut zu bestaunen, aber auch der Gewaltgrad kann sich mal wieder sehen lassen. Gerade in den Momenten, in denen Albina von dem rachsüchtigen Geist besessen ist, wird es schnell mal blutig und fies. Und auch hier kommt wieder ein Stilmittel von Vivamax zum Tragen: (fast) alle Männer sind Schweine und bekommen, was sie verdienen! Das sitzt und haben die Schreiberlinge der Produktionsfirma mittlerweile perfektioniert.
"Haunting Albina" ist sicherlich kein Klassiker, den man unbedingt gesehen haben muss, unterhält aber mit seiner kurzweiligen Geschichte und der Hochglanz-Inszenierung. Azi Acosta-Fans aufgepasst: die mittlerweile zum Vivamax-Sternchen herangewachsene, junge Frau hat hier übrigens ihren ersten Auftritt in einer Produktion des Streaming-Anbieters. |