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asianfilmweb • Filme • Owl's Castle (JP 1999)
FILMEJP • OWL'S CASTLE
OWL'S CASTLE

     JAPAN 1999

CAST & CREW
REGIE Masahiro Shinoda
DARSTELLERKiichi Nakai, Mayu Tsuruta, Riona Hazuki, Takaya Kamikawa, Toshiya Nagasawa, Jinpachi Nezu, Kinnosuke Hannayagi, Mako Iwamatsu, Shohei Hino, Shima Iwashita, Nobuko Tanaka, Shoichi Ozawa, Akira Nakao, Atsuo Nakamura

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
138 Minuten

FILMINHALT
Der Film spielt im Japan des 16. Jahrhunderts. Oda Nobunaga, Herrscher über einen großen Teil Japans, fühlt sich von den unabhängigen Ninjas aus Iga bedroht. Während eines Überfalls lässt er ihre Hauptresidenz zerstören und alle Bewohner töten. Seit diesen Tagen wird einer der Überlebenden, der Ninja Tsuzura Juzo (Kiichi Nakai), der während der Zerstörung Igas die ganze Familie verlor, von seiner Suche nach Rache getrieben. 10 Jahre später bekommt er den Auftrag den jetzigen Imperator Toyotomi Hideyoshi (Mako Iwamatsu) zu töten. Dabei wird er immer wieder mit seinem alten Freund Kazama Gohei (Takaya Kamikawa), der sich jetzt als Leibwächter für die gegnerische Seite verdingt, konfrontiert. Auch seine Beziehung zu zwei Frauen kompliziert die Erfüllung seines Auftrages. Bis zu der finalen Konfrontation muss Juzo diverse Kämpfe bestehen, politische Intrigen überleben und sich mit den Konsequenzen seiner Ehrauffassung auseinandersetzen.

FILMREZENSION VON ALEXANDER POSSELT
OWL'S CASTLE ist ein moderner Ninja-Samurai-Film mit einigen wenigen Fantasy-Anklängen. Regisseur Masahiro Shinoda, seit den 60er Jahren aktiv, legte ein Hauptaugenmerk auf atmosphärische Sets und historische Exaktheit. So spielt der gesamte Film in der Momoyama-Zeit (1573-1615), vor und während der Herrschaft Toyotomi Hideyoshis. Aus dem Making Of ist zu ersehen, dass viel Wert auf eine möglichst genaue Nachbildung des mittelalterlichen Japans gelegt wurde. Anders als die "New School"-Swordsplay-Filme aus HK wie z.B. STORM RIDERS und MAN CALLED HERO, wirkt OWL'S CASTLE sehr ruhig und abgeklärt. Special Stances werden en passant eingesetzt, und auch die Kämpfe sind kurz, realistisch und meistens eher unspektakulär. Einzig der surreale Endkampf in einem Labyrinth aus Papierwänden und Türen in Hideyoshis Palast ist sehr stimmungsvoll und erinnerte mich an den Showdown in Sydney Pollacks THE YAKUZA. Die CGIs sind teilweise mehr als offensichtlich, aber trotzdem nett eingesetzt. Allerdings fragt man sich bei einigen Szenen (u.a. Zerstörung Igas, diverse Dach-Szenen) warum man hier unbedingt den Computer benutzen musste. Viele Charaktere werden in die Geschichte eingeführt und es herrscht zeitweise ein buntes Treiben wie im besten HK-Fantasy-Movie. Dass politischen Intrigen und den verschlungenen Pfaden japanischer Auffassung von Ehre und Pflichterfüllung sehr viel Raum eingeräumt wird, macht es für den westlichen Zuschauer nicht leichter. So bleibt die Motivation der handelnden Personen teilweise auf der Strecke. Weniger wäre hier mehr gewesen - zumal man sich in den über 2 Stunden öfter nach etwas mehr Dynamik sehnt. Und auch die Auflösung der Geschichte lässt den Zuschauer wieder einigermaßen ratlos zurück. Die Schauspieler agieren betont kühl und emotionslos, wie man es von japanischen Filmen erwartet. Insbesondere bleiben Mako (der Zauberer aus CONAN) in der Rolle des Hideyoshi und Takaya Kamikawa, als Opportunist Kazama Gohei, in Erinnerung. Zusammen mit dem koreanischen BICHUNMOO geht der Film in eine neue interessante Richtung und ist ein gelungener Versuch das Genre wiederzubeleben.



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