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asianfilmweb • Filme • Like A Dragon (JP 2007)
FILMEJP • LIKE A DRAGON
LIKE A DRAGON •

     JAPAN 2007

CAST & CREW
REGIE Takashi Miike
DARSTELLERKazuki Kitamura, Goro Kishitani, YosiYosi Arakawa, Saeko, Shun Shioya, Sho Aikawa, Kenichi Endo, Yoo Gong, Haruhiko Katô, Kuroudo Maki, Yutaka Matsushige, Natsuo, Sansei Shiomi, Tomorowo Taguchi, Saki Takaoka
PRODUZENTToshihiro Nagoshi, Munehiro Umamura
SCRIPT/BUCHSeiji Togawa

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
105 Minuten

FILMINHALT
Tôkyô schwitzt. Eine unbeschreibliche Hitze macht den Bewohnern zu schaffen und inmitten dieser heißen Nacht, in der die Klimaanlagen knattern und der Asphalt kocht, betritt Kazuma Kiryuu (Kazuki Kitamura) das Szenario. Nach 10 Jahren im Knast, ist er endlich frei. Und kaum in Freiheit, muss er sich wieder seiner Haut erwehren, denn die Schlägertruppen der Yakuza haben nur auf ihn gewartet. Es wird vermutet, dass Kazuma etwas mit den kürzlich verschwundenen 10 Milliarden Yen des Tojo Clans zu tun hat. Doch er hat Besseres vor, als sich mit ihnen herumzuprügeln. Er will der kleinen Haruka (Natsuo) helfen, ihre verschwundene Mutter zu suchen, da deren Schwester Yumi (Saki Takaoka) eine Freundin von ihm ist. Allerdings wird er auch von seinem früheren Ani Majima (Goro Kishitani) gesucht, der weniger wegen den 10 Milliarden Yen, als aus Langeweile und purem Spass an der Freude eine kleine Menschenjagd auf Kazuma veranstaltet. Doch Kazuma ist nicht die einzige Person, die in dieser Nacht gehörig ins Schwitzen gerät. Der Aushilfsarbeiter in einem Lebensmittelgeschäft, Shintaro (Sansei Shiomi) wird von seiner Freundin Yui (Saeko) in den kriminellen Strudel hineingezogen, als sie just in jener Nacht entscheidet, dass sie beide plündernd durch die Strassen der Stadt schlendern sollten. Vom Zweck der nächtlichen Raubaktion erfährt Shintaro erst später, als sie einer Person aus Yuis Leben begegnen. Dann wäre da der koreanische Profikiller Park (Joo Gong), der in Tôkyô einen Auftrag zu erfüllen hat und zuguterletzt wären da noch die beiden Vollidioten Imanishi und Nakanishi (u.a. Kenichi Endo), die genau dann eine Bank ausrauben, wenn darin kein Geld mehr zu erbeuten ist. Aus Mangel an Intelligenz, nehmen sie das gesamte Personal als Geiseln und haben nichts Besseres zu tun, als sich sündhaft teuren Obentô liefern zu lassen. Es ist heiß in Tôkyô. Und einigen Gestalten in der Dunkelheit wird mehr als nur salziger Schweiß dem Körper entrinnen...

FILMREZENSION VON HY QUAN QUACH
Neuer Miike, neues Glück. Bei einem Regisseur, der schon mal vier Filme in einem Jahr abdreht und dessen Bandbreite von teuren Fantasy Schinken bis hin zu billigen Kammerfilmchen alles abdeckt, kann man sich nie sicher sein, ob einem der neue Film des besagten Workaholic munden wird. Eines haben sie aber nahezu alle gemeinsam. Irgendwas Skurilles passiert immer. Persönlich gefallen hat mir lediglich Gozu, den man sicher als eines seiner abgedrehtesten Streifen bezeichnen kann. Und nun meldet er sich zurück mit einem Film, genau nach seinem Geschmack. The Taste of Yakuza. Bei Like a Dragon handelt es sich um die Verfilmung eines Videospieles für die Playstation 2 aus dem Hause Sega. Und wenn man das Spiel gezockt hat, so wird man viele Schauplätze und Figuren wiedererkennen. Sogar einzelne Einstellungen wurden 1:1 direkt übernommen aus dem Spiel. Fans der mittlerweile 3 Teile umfassenden Reihe, werden sich also die Hände reiben dürfen. Es soll auch heißen, nur wer die Spiele gespielt hat, wird die gesamte Story von Like a Dragon verstehen. In der Tat muss man öfters schlucken, wenn man mit Informationen zugedröhnt wird, die nicht existieren. Sprich, man erfährt einige Dinge überhaupt nicht genau. Sie werden einfach umrissen. Dann steht man da und fasst sich an den Kopf ob der konfusen Story. Recht zusammenhangslos sind denn auch die einzelnen Subplots. Die Stories um Shintaro und Yui, sowie des koreanischen Killers Park, aber auch die der beiden Bankräuber, hätte man getrost weglassen können, ohne dass dadurch storyrelevante Details entgangen wären. Ohnehin tangieren sich die einzelnen Storylines nur gering und verbleiben ohne nennenswerte Schlüsselfunktion. Es kommt einem teilweise sogar so vor, als existierten sie lediglich, um die Laufzeit zu strecken. Sollte damit kaschiert werden, dass Like a Dragon weniger ein komplexes Yakuza Drama, als ein Haudrauf-Action mit Style ist? Fans von Miike erwarten in den wenigsten Fällen komplexe Dramen, als puren Fun. Und genau das wird auch geliefert. Miike hat sein Handwerk nicht verlernt (Wie auch?) und präsentiert uns wieder einmal Action mit lustigen Einfällen wie einem Baseball, der sekundenlang auf der Stirn eines davon getroffenen Opfers rotiert oder einen Kazuma, der, Energydrink sei Dank, vom gerade schon besiegten Recken zum strahlendem, alles wegfegenden Phoenix aus der Asche mutiert. Natürlich stehen seine Kontrahenten doof um ihn herum und warten mit offenem Mund erstmal, bis er ausgetrunken hat, bevor sie sich von ihm den Arsch versohlen lassen. Action satt also. Aber dieses Mal nicht so blutig wie üblich. Statt geballert, wird überwiegend geprügelt und Blut spritzt, wenn dann nur aus dem Computer. Ob da Sega seine Finger im Spiel hatte? Vielleicht auch nicht, denn Like a Dragon scheint mehr die Fun Side of Miike Action darzustellen, als ein weiteres, krankes Ichi Gerüst. Die Fights sind für japanische Verhältnisse hervorragend umgesetzt und die Kameraarbeit liefert die nötige Dynamik. In den übrigens Szenen agiert sie aber relativ konservativ. Auch die Musikuntermalung ist ziemlich unspektakulär, lediglich die rockigen Riffs wissen zu gefallen. Schauspielerisch ist alles im grünen Bereich. Kazuki Kitamura als schweigsamer Held ist eine passende Besetzung. Etwas starr in seinem Gesicht und ziemlich leer sein Gesichtsausdruck, so stellt man sich jemanden vor, der 10 Jahre lang nur gegen eine Wand starren konnte. Auch amüsant die Szene, als er ein Handy bekommt und sie nicht zu bedienen weiß, als er angerufen wird. Doch am beeindruckendsten ist Goro Kishitani als Majima. Er stiehlt wirklich allen Darstellern die Schau und spielt die Rolle des grenzwahnsinnigen Aniki, der am liebsten mit seinem Baseball-Schläger durch die Gegend schlendert und nicht davor zurückschreckt, seine eigenen Leute zu meucheln, wie als wäre sie für ihn geschaffen worden. Hat mich stellenweise an das Spiel eines gewissen Johnny Depp als Captain Jack Sparrow erinnert. Und totzukriegen ist er im Übrigen auch nicht! Ein wahrer Full Metal Yakuza! Einziger, großer Schwachpunkt des Filmes ist besagtes Unding, keine Antworten zu liefern. Wir kommen also aus dem Streifen genauso ratlos heraus, wie wir hineingestolpert sind. Und das letzte Drittel des Filmes wird so dermassen hektisch und gezwungen durchgeackert, es tauchen sogar noch neue Personen in den letzten Minuten auf(!!!), dass einem ganz anders wird. Interessant wäre noch, dass die Japaner es zwar verstehen, großartige Games mit genialer Grafik zu produzieren, aber es dem Anschein nach versäumt haben, den Workshops in Sachen "Wie baue ich CGI Effekte in reale Filme ein" beizuwohnen. Schade, sonst wäre das ein absoluter Kracher geworden. So ist Like a Dragon "nur" ein tolles Vergnügen für eine gesellige Runde mit Bier und Chips! Und nicht zu vergessen...STUMINAN SPARK!



USER-REZENSION VON LLIVE
Hab das Review Anfang 2009 verfasst:

Die Presse nennt ihn manchmal den "Tarantino" Japans, seine Filme erinnern oft an Arthousefilme, sind purer Trash, bedienen den Mainstream oder sind etwas vollkommen Anderes. Man weiß eigentlich nie was man bei ihm serviert bekommt. Doch eines ist ganz sicher: Der Mann versteht sein Handwerk besser als so manch ein Hollywood- Regisseur. Die Rede ist natürlich von Takashi Miike.
Aber hier soll es nicht um ihn gehen, sondern um seine erste Spielverfilmung: und zwar um "Like a Dragon".

"Like a Dragon" ist Herbst letzten Jahres in Deutschland auf DVD erschienen, basiert auf dem PS2 Spiel "Yakuza" und auch diese Verfilmung spaltet die Gemüter beider Welten. Da sind die Gamer, die am Weinen... [weiterlesen]

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