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asianfilmweb • Filme • Muscle Heat (JP 2002) • Blood Heat
FILMEJP • MUSCLE HEAT
MUSCLE HEAT

     aka BLOOD HEAT
     JAPAN 2002

CAST & CREW
REGIE Shimoyama Ten
DARSTELLERKane Kosugi, Sho Aikawa, Masaya Kato, Misato Tachibana, Noboru Kaneko, Ikkei Watanabe, Joe Li, Ken Lo, Naoto Takenaka

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Muscle Heat

DeutschlandSplendid
 1,78:1 anamorph · deutsch DD5.1, japanisch...
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 DVDMuscle HeatRezension des Titels vorhandenSingapurPoh Kim 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
93 Minuten

FILMINHALT
"Joe" (Kane Kosugi) ist Ex-Mitglied einer Spezialeinheit und wird seit seinem letzten Einsatz immer wieder von schrecklichen Alpträumen heimgesucht. Zusammen mit seinem Partner "Katsuragi" (Sho Aikawa) soll er nun einen Drogenring platzen lassen - doch bei dem Auftrag verläuft nicht alles wie geplant und Katsuragi gerät in die Fänge des Drogenbosses "Kenji" (Masayo Kato). Dieser betreibt neben seinen Drogengeschäften noch den verbotenen Fight Club "Muscle Doom", in dem "Katsuragi" nun um sein Leben kämpfen muß. Zusammen mit den "Sewer Rats", einer Gruppe von verwaisten Kids, die ihre Eltern ebenfalls durch den "Muscle Doom" verloren haben, sowie der Schwester seines Partners, macht sich "Joe" auf die Suche nach seinem Freund und gerät dabei immer wieder in lebensgefährliche Situationen, bis er letztendlich selbst im "Muscle Doom" um sein Leben kämpfen muss...

FILMREZENSION VON SUNNY SCHRAMM
Gleich zu Anfang möchte ich erwähnen, daß die DVD von Poh Kim in allen Belangen enttäuscht und der Film allein dadurch einen Billig-Look bekommt, den er wahrscheinlich gar nicht verdient hat. Sicher - betrachtet man den einfachen Plot, so kann dieser eigentlich nur für ein B-Movie herhalten und als Grundgerüst für die spektakulären Actionsequenzen dienen. Gutheissen muss man dem Film jedoch, dass die Kämpfe endlich mal wieder "rocken". Knallhart und ohne Mätzchen zeigt unser Held, was er drauf hat und tritt - wie man so schön sagt - einigen Leuten ordentlich in den Allerwertesten. Herausstellen möchte ich hier vor allem auch die Kameraarbeit von Hideo Yamamoto (Hana-Bi, Dead or Alive, Audition, Ichi the Killer), der so gut wie komplett auf schnelle Schnitte und Nahaufnahmen verzichtet und meistens einfach nur aus einer schön gewählten Kameraperspektive draufhält. Dadurch bekommt man die rasanten Kämpfe endlich mal wieder "im Ganzen" zu sehen und das tut dem Film richtig gut. Hier hat das Stunt- & Fight-Team von Jackie Chan in Zusammenarbeit mit Hauptdarsteller Kane Kosugi wirklich ganze Arbeit geleistet.
Kane zeigt als "Joe" in "Muscle Heat" was er drauf hat und kann damit ohne Probleme aus dem Schatten seines Vaters, Sho Kosugi, heraustreten. Dieser konnte in den 80er Jahren durch seine Ninja-Filme (Die 9 Leben der Ninja, Rückkehr der Ninja, Die 1000 Augen der Ninja, Herrschaft der Ninja, Die Rache der Ninja, usw.) und neben Lee van Cleef in der TV-Serie "The Master" Kultstatus erlangen. Heute zaubern diese Filme dem Betrachter zwar eher einen belächelnden als gespannten Ausdruck aufs Gesicht, aber damals waren diese Filme einfach "die" Actionkracher! Und seien wir doch mal ehrlich - wer ist als kleiner Junge nach den Filmen nicht um die Häuser gezogen und hat "Ninja" gespielt?! Auf jeden Fall konnte man somit schon damals die Kampfkünste der kleinen Kosugi´s, Kane und Shane, in den Filmen ihres Vaters bewundern - wozu auch der Umgang mit diversen Waffen gehörte. Kane konnte somit also schon recht früh in die Welt des Filmemachens hineinschnuppern und wurde sicher auch im weiteren Verlauf seines Lebens gut von seinem Vater in diese Richtung gelenkt und darauf vorbereitet.
Doch zurück zu "Muscle Heat" und damit Kanes erster grossen Hauptrolle. Wenn man Kane sieht und die Filme seines Vaters kennt, fallen einem sofort die typischen Kosugi-Augen auf, die charismatischer für einen Helden nicht sein könnten. Man staunt auch über seinen absolut durchtrainierten und drahtigen Körperbau, der in einigen Szenen von der Form und Ausprägung her sogar an Bruce Lee erinnert. Kane hat während der Kämpfe einen unglaublich starken Ausdruck und kann somit wunderbar den Helden verkörpern, den so ein Film braucht. In den Dialogszenen wirkt er zwar noch etwas hölzern, aber das gibt sich sicher noch, beziehungsweise gehört vielleicht auch zur Rolle des Kriegsveteran, der schon viel mit ansehen musste. Egal, denn was wir sehen wollen sind ja die Kämpfe und die sind rasant, dynamisch und knallhart in Szene gesetzt. Es macht richtig Spaß Kane dabei zuzusehen und vor allem sein vor Anstrengung verzerrtes Gesicht läßt die Kämpfe echt erscheinen. Auch die anderen, teils sehr bekannten, Darsteller machen ihre Sache gut - als da wären: Ken Lo als cooler Superfighter im Todeskäfig (China Strike Force, diverse Jackie Chan Filme), Masayo Kato als aufstrebener Drogenboss und Oberbösewicht (Crying Freeman, Aragami), Sho Aikawa (Dead or Alive 1+2+3, Kairo/Pulse) und einige mehr. Es gibt also eine durchaus namhafte Riege, durch die und mit der sich Kane rum- und durchschlagen muß.
Ein weiteres Lob gebührt auch den Locations - hier hat man, bzw. "Frau" das sicher nicht allzu große Budget voll ausgeschöpft. Etsuko Yoshida hat aus den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln wirklich eine dreckige Endzeit-/Zukunftsvision gezaubert, was nicht in Bezug auf aufwendige Außenaufnahmen oder CGI-Landschaften zu verstehen ist, sondern sich viel mehr in den liebevoll ausgeschmückten Räumlichkeiten, Industriegebäuden und unterirdischen Unterschlüpfen äußert. In Anbetracht der Tatsache, daß es sich hierbei um ihre erste grössere Arbeit auf dem Gebiet handelt, hat sie wirklich gute Arbeit geleistet. Der Soundtrack ist eine Mischung aus Crossover und elektronischen Klängen. Mal antreibend, düster und spannungsgeladen, mal melankolisch ruhig und meist auch passend gewählt.
Natürlich gibt es nicht nur Positives zu berichten: Erstens gibt es meiner Meinung nach einige unnötige Gewaltdarstellungen gegen Frauen und das sogar einmal vor den Augen eines Kindes. So etwas muß nicht sein, auch wenn es in asiatischen Filmen häufiger vorkommt und vielleicht auch kulturell bedingt sein mag. Für mich bekommt ein Film dadurch nur eine negative Note - auch "B-Movie"-Feeling genannt. Hätte man diese Szenen weggelassen, hätte es dem Film keinen Abbruch getan. Zweitens wirkt der Film trotz der eher geringen Laufzeit von ca. 91 Minuten (gekürzte Version) streckenweise zu lang. Die US-DVD bietet den Film - im Gegensatz zur Poh Kim DVD - in der "Unrated", also ungekürzten Fassung mit 93 Minuten und wird dem Film zusätzlich noch durch die technisch einwandfreie Qualität (anamorpher Bildtransfer) wesentlich gerechter. Dennoch - nach 72 Minuten denkt man, gut zwei Stunden vor dem Fernseher gesessen zu haben. Doch dann kommen noch zwei Endgegner, wovon zumindest einer relativ unnötig sowie albern ist und nur dazu dient noch einmal die Gefühle in Joe aufkochen zu lassen, damit dieser dann durch Hass gestärkt in die letzte Runde starten kann. Gott sei Dank ist der Endkampf dann wieder sehr sehenswert und entschädigt für die zuvor erwähnten Fehler. Nach ein paar Tagen erinnere ich mich sogar äußerst gern an viele Szenen, so daß mir "Muscle Heat" doch relativ gut gefallen haben muß. Ich lasse mich sogar dazu hinreißen zu sagen, dass hartgesottene Actionfans hier eine echte Granate erwartet...
Fazit: In "Muscle Heat" gibt es all das zu sehen, was das Herz eines Actionfans höher schlagen lässt: top choreographierte Kämpfe, Shootouts, teils ungewöhnliche Waffen, eiskalte Bösewichte sowie letztendlich einen zwar stillen, aber coolen Helden und Rächer, mit dem man mitfiebern kann. "B-Movie"-Anleihen sind definitiv vorhanden, aber die Masse an guten Kämpfen läßt mich darüber hinwegsehen. Der Film macht so gesehen dann doch recht viel Spass. Somit fällt mir die Bewertung etwas schwer - hätte ich ihn im Hochglanz-Look der US-DVD gesehen, viele es mir sicherlich leichter. Besser als "Bloodsport 2 bis 85", "Naked Weapon" oder "Karate Tiger 9" ist er allemal und besser unterhalten als "Breaking News" hat er mich auch. Hmm... - ich schwanke zwischen 6 und 7 Sternen und würde mich auf jeden Fall freuen Kane bald wieder mal in einem actiongeladenen Streifen sehen zu können. Seine Art zu kämpfen und seine Ausstrahlung hat mich überzeugt.



USER-REZENSION VON CHRISTIAN_ZEBE
Die Kämpfe sind vollkommen okay, leider mag ich die Eintönigkeit (Kampf in einem Raum) nicht besonders...es ist eher unkreativ....aber ansehnlich....

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5,3/10 bei 3 Stimme(n)
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