| "Bosslady - Verführung ist Chefsache" entstand unter der Regie von Iar Arondaing für den philippinischen Streaming-Anbieter Vivamax und erzählt in seinen 65 Minuten eine Geschichte, die irgendwo zwischen Porno und Hausfrauen-BDSM angesiedelt werden kann. Zu Hochzeiten von "Fifty Shades of Grey" hätte es dieser Film vermutlich auch in die oberen Verkaufsregale der hiesigen Medien-Abteilungen geschafft - so bleibt "Bosslady" leider nur ein Nachzügler unter vielen.
Wie bei vielen anderen Werken von VMX, deren Laufzeit sich zwischen 60 und 70 Minuten einpendelt, liegt der Fokus hier auch wieder vor allem auf den Sexszenen. Dabei dauert es aber skandalöse zehn Minuten bis endlich mal jemand Haut zeigt, worauf man dann aber einen wahren Marathon an zwischenmenschlichen Interaktionen beiwohnen darf. Chefin mit Hausmeister auf Kopierer, Angestellte beim Masturbieren im Büro, die oben angesprochenen BDSM-Spielchen - es wird kaum ein Klischee ausgelassen und eine Sexszene nach der anderen abgefeuert.
Schade nur, dass keine der Figuren so wirklich sympathisch ist. Die Chefin möchte man aufgrund ihres Mobbings gleich beim Betriebsrat melden, die Erpresserin in Form der Angestellten ist aber auch nicht besser und holt sich auf fragwürdige Weise das, was sie gern hätte. Beides eher schwierig und diskutabel - leider aber auch ein typisches Element in Vivamax-Produktionen.
Was bleibt also am Ende von "Bosslady"? Die zu vernachlässigende Story ist okay, dafür die Sexszenen aber zahl- und vor allem variantenreich. Da wird es den Zuschauer*innen nicht so schnell langweilig. Leider besteht aber die Gefahr eines Tinnitus?, denn irgendeine schädliche Auswirkung muss diese grässliche Musik auf die Ohren doch haben. |