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28.12.2011 @ 13:06 • Kommentar erstellen
SONSTIGES
"Arirang" und "Night Fishing" als Double Feature im Kino

Am 26. Januar ist in ausgewählten Kinos Kim Ki-Duks Filmexperiment "Arirang" zu sehen. Teilweise wird Rapid Eye Movies den Film als Double Feature mit dem 34-minütigen Kurzfilm "Night Fishing" von Park Chan-Wook zeigen, der komplett mit einem iPhone 4 gedreht wurde. Bis jetzt gibt es noch keine Termine, aber man sollte den Kinospielplan von REM im Auge behalten. Folgend noch weitere Infos zu "Arirang" von REM:
arirang.jpg

Mit "Arirang" hat Kim Ki-Duk ein Meisterwerk des Autorenfilms geschaffen. Drehbuch und Regie: Kim Ki-Duk. Kamera und Licht: Kim Ki-Duk. Haupt- und Nebendarsteller: Kim Ki-Duk. Inszenierung und Schnitt: Kim Ki-Duk.

Dieser Film ist Comeback und Therapie zugleich. Nach einem Unfall am Set seines Films "Dream", bei dem eine Schauspielerin beinahe gestorben wäre, sieht sich Kim Ki-Duk unfähig neu Filme zu machen. Um sich aus dieser Schaffenskrise zu ziehen, macht er einen Film darüber, dass er keine Filme mehr machen kann. Und genau so, wie Kim Ki-Duk einen Film benutzt, um seine Schaffenskrise zu beenden, so ist es Kim Ki-Duk, der sich selbst von seiner Depression zu therapieren versucht. Er stellt Fragen an sich selbst, filmt seinen Schatten, damit dieser Fragen an ihn stellen kann. Diese Rollenspiele entwickeln sich zu intimen Dialogen, in denen Kim Ki-Duk Rede und Antwort steht. Dabei trinkt er oft, wird wehmütig, scheint unter der Last seiner eigenen Fragen zusammenzubrechen.

Dazwischen sieht man Aufnahmen des Alltags. Kochen, Waschen, Essen. Er sitzt in der Hütte, in der er haust, und sieht sich seine eigenen Filme an. Bewertet, weint. Vor allem schimpft er. Auf ehemalige Freunde, die Filmindustrie und besonders auf seine damaligen Regieassistenten, die ihn, so er selbst, verraten und verlassen haben.

"Arirang" zeigt Kim Ki-Duk, der sich selbst entblößt. Schonungslos setzt er sich der Kamera aus, die nach und nach alle menschlichen Hüllen durchdringt. Im Kern findet sich Wut, Hass, Frustration und sehr viel Verletzlichkeit...


TAGS: rapid eye movies, pressemitteilung, korea, kim ki-duk

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